Keine Macht dem Großraumbüro!

Bei den meisten Chefs könnte man fast meinen, sie wären in das Konzept Großraumbüro verliebt. Sie loben es in den Himmel: offene Kommunikation, starker Teamgeist, Kostenreduzierung – super! Viele Mitarbeiter können diese Aussagen jedoch nicht unterschreiben. In diesem Artikel haben wir dir deshalb die besten Kontra-Argumente gegen ein Großraumbüro zusammengestellt.

Konfliktpotential

Hate, hate, double hate, loathe entirely! Du bist zwar nicht der Grinch des Büros, trotzdem kannst du manche Kollegen einfach nicht so gut leiden. Sie telefonieren zu laut, sie essen gerne Stinkekäse, ihnen ist dauernd kalt, wenn du dir eigentlich einen abschwitzt. Streit ist auf so engem Raum quasi vorprogrammiert. Das Problem wirkt sich deshalb nicht nur auf euch aus, sondern auch auf den Chef und damit das ganze Unternehmen. Irgendjemand muss ja schließlich einen Kompromiss für euch finden. Das ist für alle Parteien vor allem eines: unglaublich anstrengend.

Hunde im Büro

Hunde im Büro senken laut einer Studie der Business School der Virginia Commonwealth University das Stresslevel am Arbeitsplatz. Im Großraumbüro müssen Hundehalter jedoch zumeist noch mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse ihrer Kollegen nehmen als sie es sowieso schon tun. Kollegen mit einer Allergie können den Hunden schwerer ausweichen und nicht einfach die Tür zu ihrem Büro schließen. Es kann natürlich auch sein, dass jemand Angst vor deinem Wauzi hat. Das kann zu Konflikten führen. Man kann sich schließlich nicht einfach so ausweichen.

Keine Privatsphäre

Im Großraumbüro bist du ständig den Blicken deiner Kollegen ausgesetzt. Vielleicht interessiert sie gar nicht, was du gerade an deinem PC arbeitest. Oder nicht arbeitest. Wenn aber eine Petze neben dir sitzt, dann hast du wirklich Pech gehabt. Er kann deine Handlungen im Sekundentakt dokumentieren und sich beim Chef über deine fehlende Arbeitsmoral beschweren. Und natürlich – in der Arbeitszeit sollte man eigentlich arbeiten. Aber wer von uns hat noch nicht schnell eine Nachricht an Freunde oder Familie aus dem Büro verschickt? Das schadet dem Arbeitgeber auch nicht, solange du ansonsten vorbildlich deiner Arbeit nachgehst. Beobachtet fühlst du dich allerdings trotzdem. Ist ja ganz klar.

Lärmbelästigung

Menschen, die in Großraumbüros arbeiten, werden häufiger krank. Kopfschmerzen sind für viele Mitarbeiter damit an der Tagesordnung. Zurückzuführen kann man das wohl nicht nur auf mehr zwischenmenschlichen Kontakt und damit leichtere Krankheitsübertragung, sondern auch auf die stetige Lärmbelästigung. Die Kollegen können eigentlich gar nichts dafür, sie machen auch nur ihren Job. Es wundert aber niemanden, wenn du ihnen am liebsten deinen Schuh gegen den Kopf werfen würdest, damit sie endlich aufhören zu telefonieren und damit deine Konzentration zu stören. Deine Leistungsfähigkeit wird durch den kontinuierlichen Radau gesenkt, weil du – ob gewollt oder ungewollt – automatisch zuhörst, was die anderen so machen. Bis du dann wieder in deiner eigentlichen Arbeit drin bist, vergehen so jedes Mal ein paar Minuten.

Zwei-Klassen-Belegschaft

Auch wenn Großraumbüros mittlerweile von vorne bis hinten architektonisch durchdesignt sind: Es gibt immer noch häufig die Lösung, dass die „normalen“ Kollegen im Großraumbüro sitzen, die Chefs dagegen ihre Einzelzimmer belegen. Das kann dazu führen, dass Normalsterbliche sich weniger wertgeschätzt fühlen. Du hättest gerne ein Einzelbüro, deine Anfragen dazu wurde jedoch schon mehrmals abgelehnt. Dabei solltest du dich absolut konzentrieren können. Geht nur nicht, wenn man die ganze Zeit von allen Seiten angesprochen wird. Irgendwann kann es deshalb sein, dass du dir im Großraumbüro wie ein Kollege zweiter Klasse vorkommst und deine Motivation langsam, aber sicher den Bach runter geht.