Expats Typen

Karrieremensch oder Strand-Chiller: Welcher Auswanderer-Typ bist du?

In Zeiten von Dokus wie Goodbye Deutschland oder Mein neues Leben bekommt man immer mehr von ihnen mit: Auswanderer. Gefühlt eröffnet jeder zweite dieser Auswanderer eine Strandbar oder ein Nagelstudio – in der Realität sieht das aber ganz anders aus. Gerade in großen Unternehmen hast du immer öfter die Chance ins Ausland zu gehen und für eine meist begrenzte Zeit an einem anderen Unternehmensstandort zu arbeiten. Oder aber es war wirklich dein eigener Wunsch nach neuen Ufern, die dich ganz ohne Rückflugticket ins Ausland gehen ließ. Schon das zeigt, dass es ganz unterschiedliche Typen von Auswanderern geben muss. Das Expat-Netzwerk InterNations hat zum Thema Auswanderer-Typen 2018 sogar eine Studie herausgebracht. Einen Teil davon haben wir in unseren Artikel aufgenommen, aber die Liste noch etwas ergänzt. Was glaubst du? Welcher der fünf Expat-Typen könntest du sein?

Der Karrieremensch

Du bist der Expat-Typ „Karrieremensch“, wenn du – wer hätte es sich gedacht – für das Vorantreiben deiner Karriere ins Ausland gehst. Das kann schon vor deinem eigentlichen Berufsleben beginnen. Hast du zum Beispiel an einer renommierten Universität im Ausland studiert, um später bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu haben? Im Arbeitsleben  gehen Karrieremenschen ins Ausland, um außergewöhnliche Initiative zu zeigen. Deinem Chef dürfte positiv auffallen, wenn du dich engagierst und beispielsweise den stagnierenden Standort in China endlich vorantreibst, indem du deine Expertise mit den Mitarbeitern vor Ort teilst.

Der Strand-Chiller

Klar, wir können in unserer Liste der Expat-Typen auch die „Strand-Chiller“ nicht außer Acht lassen. Sie sind ins Ausland gegangen, weil es ihnen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz langsam zu kalt geworden ist und sie lieber am Strand herumlungern wollten. Spaß beiseite – die Strand-Chiller sind häufig Freelancer und können remote aus der ganzen Welt arbeiten. Die einzige Voraussetzung? Ein Internet-Anschluss. Außerdem wollen Strand-Chiller neue Länder entdecken und bleiben oft nur begrenzte Zeit an einem Ort. Strände gibt es schließlich genug. Hört sich das nach deinem Lebensalltag an?

Der Mitläufer

Du fragst dich, wie man beim Thema Auswandern ein Mitläufer sein kann? Ist doch ganz klar. Dein Lebenspartner oder deine Lebenspartnerin musste aus beruflichen Gründen ins Ausland. Auf eine Fernbeziehung hattet ihr beide keine Lust, weshalb du schlussendlich die Reise ins Ungewisse mit ihr oder ihm angetreten hast. Laut der Studie von InterNations gehen rund acht Prozent der Expats wegen eines beruflichen Engagements des Partners ins Ausland. Nur 13 Prozent der Mitläufer sind berufstätig. Das könnte auch daran liegen, dass dem Partner lukrative Gehälter für seine Auslandsstation bezahlt werden.

Der versehentliche Expat

Der versehentliche Expat geht wie auch der Karrieremensch für seinen aktuellen Arbeitgeber ins Ausland. Das Problem dabei? Er will es gar nicht. Eigentlich gefällt es dem versehentlichen Expat zuhause nämlich ziemlich gut und er hat sich seit längerer Zeit gegen seinen Auslandseinsatz gesträubt. Eine Beförderung hat ihn nie interessiert, aber das Unternehmen verlangt seine Entsendung. Und gekündigt werden möchte der versehentliche Expat schließlich auch nicht. All das muss übrigens nicht bedeuten, dass der versehentliche Expat sich – sobald er sich einmal eingelebt hat – im Ausland nicht wohl fühlt. Wahrscheinlich wird er aber trotzdem die Tage zählen, bis er wieder in seine geliebte Heimat fahren oder fliegen kann.

Der Romantiker

Nicht zu verwechseln mit dem „Mitläufer“ ist der „Romantiker“. Der Partner des Romantikers kommt aus einem anderen Land und will dorthin zurück oder gar nicht erst weg. Um den Partner – und damit natürlich sich selbst – glücklich zu machen, geht der Romantiker ins Ausland. Wie InterNations den Romantiker weiter charakterisiert? Er findet schnell vor Ort neue Freunde und spricht die Landessprache schon nach kurzer Zeit gut. Übrigens sind es nicht nur Frauen, die – ganz Klischee – zum Partner ins Ausland ziehen: 58 Prozent der Romantiker sind Frauen, 42 Prozent sind Männer.

 

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