Karriere in der Fashionbranche: So ist es wirklich!

Ausbeutung, schlechte Arbeitszeiten und kaum bis gar keine Aufstiegsmöglichkeiten – Textilriesen wie H&M, Zara und Co. sorgen aktuell wieder für negative Schlagzeilen.[1] Unsere Datenbank bestätigt: Die Textilindustrie liegt auch in unserem Branchen-Ranking auf dem letzten Platz. Trotzdem zählen Modefirmen immer noch zu den beliebtesten Arbeitgebern. Jobs in der Branche sind vor allem bei Berufseinsteigern heiß begehrt. So listet die amerikanische Online-Plattform „Business of Fashion“ H&M, Zalando, Zara und Adidas unter den 16 beliebtesten Arbeitgebern der Modebranche.[2]

Wir haben uns die vier großen Player der Modebranche genauer angesehen und sind der Frage nachgegangen: Was stimmt denn nun? Wir verraten euch, wo ihr eure Leidenschaft für Mode zum Beruf machen könnt, und wo ihr euch eine Bewerbung lieber sparen solltet.

„Junge & sportliche Firmenkultur“ bei adidas

„Sehr tolles, faires, innovatives und dynamisches Unternehmen.“, beschreibt ein Mitarbeiter den deutschen Sportartikelhersteller. Das spiegelt sich auch in unserem kununu Score wieder: 3,63 von 5 Punkten holt sich Adidas. Vor allem mit attraktiven Sozialleistungen und Weiterbildungsmöglichkeiten kann das Modeunternehmen bei den Bewertern punkten. Das gute Betriebsklima und das starke Umweltbewusstsein sorgen für das Extra an Zufriedenheit. Bei der internen Unternehmenskommunikation und der Etablierung transparenter Strukturen ist allerdings noch Luft nach oben.

H&M – „bester Arbeitgeber“ oder „Sekte“?

Beim schwedischen Textilkonzern gehen die Meinungen zum Teil stark auseinander. Von „best place to work“ bis zum Vergleich mit einer „Sekte“  – bei H&M könnten die Bewertungen kaum durchmischter sein. Während der Zusammenhalt unter den Kollegen, die familiäre Arbeitsatmosphäre und die flachen Hierarchien von vielen Bewertern gelobt werden, sehen einige noch Nachholbedarf beim Textilriesen. Viele Mitarbeiter wünschen sich stärker gelebte Firmenwerte. Außerdem sorgen schlechte Arbeitsbedingungen und mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten dafür, dass ein Job bei H&M für viele keine langfristige Option darstellt. Insgesamt kommt das Modeunternehmen auf einen Score von 3,15.

Zalando: „Mischung aus Konzern und Start-Up“

Das deutsche Onlineversandhaus Zalando ist noch keine zehn Jahre auf dem Markt und gehört schon zu den ganz Großen der Modebranche. Gerade Berufseinsteiger haben hier gute Chancen und die vielen Benefits, sowie das Potenzial zur eigenen Entwicklung machen das Unternehmen zu einem beliebten Arbeitgeber. Verbesserungsbedarf besteht jedoch aus Sicht der Mitarbeiter bei der Bezahlung. Schwächen in der Führung und fehlende Wertschätzung werden ebenfalls kritisiert. Als „solides Arbeiten mit Luft nach oben“ fasst ein User seine Erfahrung in einer Bewertung zusammen. Diese Einschätzung bestätigt auch unser kununu Score von 2,89.

„Mehr Schein als Sein“ bei ZARA

Beim spanischen Textilunternehmen besteht noch eine Menge Nachholbedarf. Das spiegelt sich auch in unserem kununu Score wieder: lediglich 2,58 von 5 Punkten erreicht das Unternehmen. Schuld daran sind die fehlende Struktur in der Organisation, sowie Zeitdruck bei der Arbeit und mangelnde Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber. Flexible Arbeitszeiten und Entwicklungsmöglichkeiten sind Mangelware. Das gute Arbeitsklima im Team und das internationale Umfeld gehören zu den wenigen Pluspunkten.

 

Wie läufts an deinem Arbeitsplatz? Erzähl es uns in deiner kununu Bewertung.

Quellen:

[1] zeit.de

[2] businessoffashion.com