Insolvenz von BLOOMY DAYS: Flower Power in der Krise

BLOOMY DAYS ist pleite. Der Markt der Blumendienst-Lieferanten hat damit sein sympathischstes Aushängeschild verloren. Seit 2012 schickte das Berliner Start-up seinen Kunden frische Blumen – per Abonnement zu den freudigen Empfängern. 100.000 Euro sammelte Gründerin Franziska von Hardenberg hierfür bei der Crowd ein[1]. Im Laufe der Zeit wurde das farbenfrohe Angebot um den Verkauf einzelner Sträuße und zuletzt um Specials für Geschäftskunden erweitert. Gereicht hat es am Ende nicht.

Arbeiten bei BLOOMY DAYS

Ein Gewächshaus, Blütentapete und eine Gartenlaube – im Büro von BLOOMY DAYS arbeiteten 35 Vollzeit-Mitarbeiter und 60 Teilzeit-Mitarbeiter zwischen bunten Möbeln und frischen Sträußen[2]. Eine echte Wohlfühl-Atmosphäre konnte sich dennoch nicht entfalten.

Ein Blick auf die kununu Bewertungen zeigt: 3,51 von 5 möglichen Punkten gibts von Arbeitnehmern für BLOOMY DAYS, wobei das Unternehmen insbesondere mit einem starken Kollegenzusammenhalt und der produktiven Arbeitsatmosphäre überzeugen konnte. „Super Team, guter Zusammenhalt“, bescheinigte ein Bewerter. Mehrfach Kritik hagelte es dagegen in Sachen Vorgesetztenverhalten: „Leider werden Entscheidungen von oben nur selten besprochen und größtenteils aus dem Bauch heraus beschlossen. Diese müssen dann ‚sofort’ umgesetzt werden. Und: „Man braucht nicht selbst denken, da das Management einem alle Entscheidungen abnimmt“. Ein anderer ergänzt: „Leider erhalten Mitarbeiter Informationen sehr spät und fühlen sich daher nicht ausreichend über aktuelle Entwicklungen informiert“.

Insolvenz angekündigt

Am Ende konnten weder Blogger-Kooperationen, Pressebrunch noch andere Direktmarketing-Maßnahmen das Start-up retten: „Unsere Finanzierungsrunde ist kurzfristig gescheitert und wir konnten trotz allergrößter Bemühungen keine alternative Finanzierung sichern“, schreibt Gründerin Franziska von Hardenberg in einem Facebook-Post. Wie es nun für das Unternehmen und seine Mitarbeiter weitergeht, stünde noch in den Sternen.

So arbeitet es sich bei der Konkurrenz

Als Blumenlieferanten versuchen sich auch andere Start-ups, sowie die etablierten Filialisten aus dem Blumenhandel. Die beiden „Big Player“ erhalten ähnliche Kritik: „Immer noch im Startup-Chaos-Modus“ sei beispielsweise Blume 2000, das auf einen kununu Score von 3,07 Punkten kommt. Fleurop schneidet noch etwas schlechter ab: 2,98 gibts für „tolle Entwicklungsmöglichkeiten und ein breites Spektrum an Aufgaben“, wobei aber der Arbeitsdruck teilweise sehr groß sei.

Quellen:
[1] welt.de, [2] gruenderszene.de