Schlafende Frau

Hey, Dornröschen! 4 Gründe, warum frühes Aufstehen Quatsch ist.

Um Vier Uhr aufstehen, Mails checken und vorm Sonnenaufgang noch schnell 10 Kilometer laufen: Wer erfolgreich ist, der schläft nicht lange. Apple-Chef Tim Cook ließt um 3:45 Uhr die erste Mail, General-Motors-Chefin Mary Barra ist schon um 6 Uhr im Büro. Schließlich fängt der frühe Vögel den Wurm. Aber du drehst dich nur um und denkst: „Haha. Nein.“ Dein bester Freund ist die Snooze-Taste, der nächtliche Netflix-Marathon dein Abendritual und die Last-Minute-Vorwärtsrolle vom Bett in die Arbeit deine Königsdisziplin. Du lebst nach dem Motto: Jede Minute länger im Schlummerland ist es wert. Hier 4 Gründe für dein gutes Langschläfer-Gewissen.[6]

#1 Langschläfer sind intelligenter

Das ist nicht nur eine Ausrede, um den Wecker drei Stunden später zu stellen, sondern wissenschaftlich beigelegt! In einer Studie der Universität Mailand wurde der Biorhythmus von ca. 10000 Teenagern untersucht und siehe da: Nachteulen tendierten zu höheren Punkten im induktiven Denken. Dies lässt auf eine höhere generelle Intelligenz und eine bessere berufliche Karriere schließen. Aber Achtung: Nachteulen, die sehr früh aufstehen müssen, haben nicht so gute Karten. Sie schnitten durchschnittlich 8 Prozent schlechter ab – es zählt also wirklich morgens jede Minute! [1]

#2 Schlafmangel macht krank – und risikobereit

Dass Augenringen bis zum Kinn und Walking-Dead-Attitude nicht unbedingt für strahlende Gesundheit stehen, ist klar. Aber wusstest du schon, dass zu wenig Schlaf unsere Risikobereitschaft erhöht? Forscher der Universität Zürich haben Probanden zwischen 18 und 28 Jahren unter Schlafmangel vor Entscheidungen gestellt und ermittelt: Nach einer Woche mit nur fünf Stunden Schlaf pro Tag, verhielten sich fast 80 Prozent der Testpersonen signifikant risikofreudiger und sie selbst waren sich darüber überhaupt nicht bewusst. Ein Glück weißt du’s jetzt und überdenkst Projektzuteilungen und pikante Mails nach einer durchzechten Nacht vielleicht noch mal. [2]

#3 Viel Schlaf, viel gute Laune und mehr Erfolg

Wer lange schläft, sendet laut Wissenschaftlern aus Westminster, weniger Stresshormone aus. Das macht bessere Laune und wirkt sich positiv auf den Tag aus. Im Gegensatz dazu, verfallen Early Birds nach ihrem Motivationshoch am Morgen, mittags schnell in ein depressives Tief. Also gar nicht verwerflich, morgens die Bettdeckenwraptechnik und Herauszögerungsstategie anzuwenden. Falls das mal nicht klappen sollte, hilft immer noch der Powernap. Das kurze Schläfchen hebt die Konzentration von Serotonin und die Stimmung gleich mit. Übrigens: Winston Churchill und Albert Einstein sollen ebenfalls passionierte Langschläfer gewesen sein! [3, 4,7,8]

#4 Du kannst eh nix dafür – deine Gene sind schuld

Auch wenn dir die YouTuber und Insta-Stars dieser Welt einreden, dass du von jetzt an eine Morning-Person sein musst – dass wäre gegen deine Natur und deine Gene. Die bestimmen nämlich, ob dir kurze Nächte im Blut liegen. Ein Forscherteam der Ludwig-Maximilians-Universität in München, erkannte ein Zusammenhang des Gens ABCC9 und einem erhöhten Erholungsbedarf. Probanden mit energiesensiblen ABCC9-Typ schliefen ca. 30 Minuten länger. Falls du mal wieder verschläfst, hast du jetzt immerhin eine Ausrede parat – sogar wissenschaftlich belegt. [5]

 

Quellen:

[1] smithsoniamag.com
[2] mdr.de
[3] businessinsider.de
[4] stern.de
[5] welt.de
[6] businessinsider.de
[7] finanzen100.de
[8] welt.de