Zum Inhalt springen

Bekannte Gehälter

Gerhard Zeiler will SPÖ-Chef werden: So viel verdiente der Medienmanager

Veröffentlicht:  29. September 2026, 09:01
2 min
Gerhard Zeiler, 2012

Gerhard Zeiler fordert SPÖ-Chef Andreas Babler heraus. Der 71-jährige Wiener hält sich nach eigenen Angaben für den Richtigen, um die österreichische Sozialdemokratie zu führen. Finanziell würde der Wechsel einen tiefen Einschnitt bedeuten: Als internationaler Spitzenmanager erhielt Zeiler zuletzt eine Vergütung in Millionenhöhe.

Zeilers Vergütung lag bei 14,8 Millionen Dollar

Zeiler ist derzeit für das internationale Geschäft von Warner Bros. Discovery verantwortlich. Laut einer offiziellen Börsenmeldung an die US-Aufsicht SEC belief sich seine Gesamtvergütung 2024 auf rund 14,8 Millionen US-Dollar.

Davon entfielen 1,87 Millionen Dollar auf das Grundgehalt. Hinzu kamen ein Bonus von knapp 4,7 Millionen Dollar sowie Aktien, Optionen und weitere Leistungen. Der Konzern rechnete Zeilers in Euro festgelegte Vergütung mit einem Kurs von 1,08 Dollar je Euro um. Das Gesamtpaket entsprach damit rechnerisch rund 13,7 Millionen Euro.

Zusätzlich könnte ein Millionenpaket warten

Im Zuge der geplanten Übernahme Warner Bros. Discovery von Paramount Skydance könnte Zeiler laut einer weiteren SEC-Unterlage unter bestimmten Voraussetzungen Zahlungen und Aktien im Gesamtwert von bis zu 82,6 Millionen Dollar erhalten. Diese Summe ist jedoch kein reguläres Gehalt und nicht garantiert. Sie hängt vom Abschluss der Transaktion sowie von Zeilers weiterer Beschäftigung ab.

Was Zeiler als SPÖ-Chef verdienen würde

Der SPÖ-Parteivorsitz allein ist nicht mit einem gesetzlich festgelegten Gehalt verbunden. Entscheidend wäre daher, ob Gerhard Zeiler auch Andreas Bablers Regierungsämter übernimmt. Zeiler strebt nach eigenen Angaben sowohl den Parteivorsitz als auch das Amt des Vizekanzlers an, wie der Standard berichtet. Würde er zusätzlich ein eigenes Ministerium führen, stünden ihm nach den geltenden Politikerbezügen rund 20.979 Euro brutto monatlich zu. Bei 14 Auszahlungen wären das etwa 293.700 Euro im Jahr – deutlich weniger als seine bisherige Millionenvergütung bei Warner Bros. Discovery.

Vom abgebrochenen Studium zum Medienmanager

Zeiler studierte nach der Matura Psychologie, Soziologie und Pädagogik an der Universität Wien, schloss das Studium jedoch nicht ab. Seine Karriere begann als Pressesprecher in der SPÖ. Später wurde er ORF-Generalintendant, leitete die RTL Group und wechselte 2012 in den heutigen Warner-Bros.-Discovery-Konzern.

Nun zieht es Zeiler zurück in die Politik. Er hat seine Bereitschaft zur Übernahme des SPÖ-Vorsitzes mehrfach bekräftigt. Entschieden ist der Führungswechsel jedoch nicht: Babler will Parteichef bleiben, zudem müsste Zeiler das vorgesehene innerparteiliche Verfahren durchlaufen.