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Punkte sammeln fürs Alter

Gehalt in Rente umrechnen: Die Rentenpunkte-Tabelle für 2026

von Julia P.
Letztes Update:  27. Juli 2026, 08:12
2 min
Älteres Paar sitzt auf dem Sofa und schaut gemeinsam auf einen Laptop

51.944 Euro brutto – so viel muss man in Deutschland 2026 verdienen, um einen vollen Rentenpunkt zu sammeln. Klingt abstrakt? Ist es nicht: Hinter dem Punktesystem steckt eine einfache Rechnung, mit der sich jedes Gehalt in spätere Rente übersetzen lässt.

Ein Jahr Arbeit, ein Punkt

Das Prinzip der gesetzlichen Rente funktioniert wie ein Punktekonto. Wer genau das Durchschnittsentgelt aller Versicherten verdient, 2026 sind das laut Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 51.944 Euro, bekommt dafür einen Punkt gutgeschrieben. Wer die Hälfte verdient, einen halben. Wichtig: Dieser Wert ist nicht das übliche „Durchschnittsgehalt“, denn er zählt alle Versicherten mit, auch Teilzeitkräfte.

Und jeder Punkt ist gerade mehr wert geworden: Seit dem 1. Juli 2026 bringt er laut Deutscher Rentenversicherung 42,52 Euro Monatsrente, ein Plus von 4,24 Prozent.

Die Tabelle: Was das Gehalt am Ende an Rente bringt

Bruttogehalt pro JahrPunkte pro JahrRentenzuwachs pro ArbeitsjahrMonatsrente nach 40 Jahren
30.000 €0,58+ 24,60 € pro Monatrund 982 €
35.000 €0,67+ 28,70 € pro Monatrund 1.146 €
40.000 €0,77+ 32,70 € pro Monatrund 1.310 €
45.000 €0,87+ 36,80 € pro Monatrund 1.473 €
50.000 €0,96+ 40,90 € pro Monatrund 1.637 €
51.944 € (Durchschnitt)1,00+ 42,52 € pro Monatrund 1.701 €
60.000 €1,16+ 49,10 € pro Monatrund 1.965 €
70.000 €1,35+ 57,30 € pro Monatrund 2.292 €
80.000 €1,54+ 65,50 € pro Monatrund 2.619 €
90.000 €1,73+ 73,70 € pro Monatrund 2.947 €
ab 101.400 €1,95 (Maximum)+ 83,00 € pro Monatrund 3.320 €
So liest sich die Tabelle: Jedes Jahr mit z.B. 40.000 Euro Brutto erhöht die spätere Rente um 32,70 Euro pro Monat – nach 40 solchen Jahren sind das rund 1.310 Euro Bruttorente. Berechnet von kununu News mit dem aktuellen Rentenwert; künftige Rentenerhöhungen, Gehaltssprünge und Abzüge sind nicht eingerechnet. Den persönlichen Stand zeigt die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung.

Ab 101.400 Euro ist Schluss

Nach oben gibt es eine Grenze: Ab der Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 Euro fließt kein Euro mehr in die Rentenkasse und bringt auch keine Punkte. Ob jemand 102.000 oder 200.000 Euro verdient, macht für die gesetzliche Rente keinen Unterschied.

Umgekehrt gibt es Punkte auch ohne Gehalt: Für Kindererziehung schreibt die Deutsche Rentenversicherung nach § 56 SGB VI pro Kind bis zu drei Jahre gut, seit dem Rentenpaket 2025 unabhängig vom Geburtsjahr des Kindes.

Die Politik garantiert das Niveau – vorerst

Die Haltelinie ist das Herzstück des Rentenpakets 2025, das der Bundestag im Dezember mit 318 zu 225 Stimmen beschloss, knapp über der Kanzlermehrheit. Sie gilt bis 2031. Wie es danach weitergeht, ist offen: Die Rentenkommission empfahl im Juni 2026 unter anderem, die abschlagsfreie Rente mit 63 abzuschaffen.

Brutto ist nicht netto – auch bei der Rente

Alle Werte in der Tabelle sind Bruttobeträge. Von der Rente gehen Kranken- und Pflegeversicherung ab, außerdem wird sie nachgelagert besteuert, wer 2058 oder später in Rente geht, versteuert sie komplett. Der Ausgleich läuft schon heute: Rentenbeiträge sind während des Berufslebens vollständig als Sonderausgaben absetzbar.