5 Floskeln aus dem Berufsleben – und warum sie deiner Karriere schaden

Wenn es im Job nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen, geben wir am liebsten anderen die Schuld: blöder Chef, nervige Kollegen, und so weiter. Doch oft machen wir uns die Karriere ganz alleine kaputt – durch negative Glaubenssätze, die uns daran hindern können, im Job durchzustarten. Hier kommen von Kim Fleckenstein, Gastautorin bei unserem Kooperationspartner Business Punk, fünf Karrierekiller – inklusive Anleitung, wie du diese in Erfolgssätze umwandeln kannst.

Wer hoch hinaus will, kann tief fallen.

Diesen Satz hört man gerne von Menschen, die Angst vor Fehltritten haben. Denn in dem Fall zeigen schließlich alle mit dem Finger auf dich! Oder? Dabei ist es doch so: Wer sich Mühe gibt, wer kämpft, wer mutig ist, der macht auch Fehler. Das ist völlig normal! Man muss ja auch nicht gleich ins Bodenlose stürzen, vielleicht ist es nur ein kleiner Stolperer und man rappelt sich schnell wieder auf. Wer dazu nicht bereit ist, der bleibt eben im Mittelmaß.

Dein neuer Glaubenssatz:

Wer hoch hinaus will, muss Fehler machen!

„Ausgeprägte Fehler- und Feedback-Kultur: Hier muss niemand Angst haben, etwas falsch zu machen.“ – anonyme Arbeitgeberbewertung bei sitegeist media solutions

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Dieser Satz setzt ja schon mal voraus, dass Arbeit gar keinen Spaß machen kann. Da verpufft jegliche Motivation. Viele Menschen fühlen sich im Job fremdbestimmt und eingeengt. Dabei kommt es auf die innere Einstellung an: Die Umstände bleiben so lange schwierig, wie wir sie als schwierig einstufen und uns dagegen sperren. Wer sich aber bewusst dazu entscheidet, schwierige Umstände als Herausforderung zu sehen, um daran zu wachsen, der fühlt sich gleich freier. Und erst dann kann Arbeit Spaß machen.

Dein neuer Glaubenssatz sollte daher lauten:

Ich mache meinen Job zum Vergnügen!

„Arbeit macht Spaß, jeden Tag gibt es neue Herausforderung. Man geht gerne zur Arbeit, auch wenn es manchmal stressig ist!“ – anonyme Arbeitgeberbewertung bei REWE Lieferservice

Man muss hart arbeiten, um erfolgreich zu sein.

Dieser Satz ist gar nicht so falsch. Allerdings solltest du das „hart“ sofort streichen. Denn wer hat schon Lust auf Quälerei? Da rebelliert unser Geist verständlicherweise. Viel wichtiger ist es doch, mit Begeisterung zu arbeiten. Denn in einen Job, der uns inspiriert, stecken wir automatisch all unser Know-how und unsere Energie hinein. Die Frage ist nur: Wie inspirierend ist dein Job? Hast du schon den, von dem du das behaupten kannst?

Dein neuer Glaubenssatz:

Man muss inspiriert arbeiten, um erfolgreich zu sein!

„Innovatives, inspirierendes Arbeitsumfeld mit einer sehr offenen, transparenten und fördernden Unternehmenskultur.“ – anonyme Arbeitgeberbewertung bei Hafven

Geld verdirbt den Charakter.

Unser Kontostand beeinflusst unseren Charakter genauso wenig wie unser Frühstück die Laune des Kollegen. Denn das Geld macht nichts mit uns – wir machen was mit dem Geld. Verballern wir es für Status-Symbole wie teure Uhren und Luxus-Urlaub, weil es uns insgeheim an Selbstbewusstsein mangelt? Sparen wir, weil wir bodenständig sind? Oder spenden wir, um anderen Gutes zu tun? Was wir mit der Kohle machen, steht schon vorher fest, durch unseren Charakter. Der ändert sich nicht. Er tritt nur deutlicher zu Tage, wenn wir zu Geld kommen – das gilt auch für die positiven Seiten! Überlege mal: Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Dein neuer Glaubenssatz:

Mit Geld zeigt man seinen wahren Charakter!

„Es ist wichtig, sich wohl zu fühlen, einen sicheren Job zu haben und Freude an den Aufgaben. Mehr Geld würde nicht hinwegtrösten über einen Job den man hasst.“ – anonyme Arbeitgeberbewertung bei Saxoprint

Nur wer positiv denkt, kann Erfolg haben.

Totaler Quatsch! Positive Gedanken reichen nicht, um große Ziele zu erreichen. Denn der Haken dabei: Positiv-Denker („Den Job krieg ich auf jeden Fall!“) haben oft keinen Plan B. Sie strengen sich auch häufig nicht so sehr an, weil sie der Meinung sind, es werde sowieso alles gut. Tut es das mal nicht, stehen die Immer-Lächler plötzlich mit Grabesmiene da und wissen nicht weiter. Ganz anders sieht es da bei Menschen aus, die hier und da Stolpersteine vermuten („Aber was ist, wenn…“). Bei unvorhergesehenen Entwicklungen können sie schneller reagieren und haben so die Nase vorn.

Dein neuer Glaubenssatz:

Wer Erfolg haben will, muss auch negativ denken können!

„Die meisten Kollegen helfen sich untereinander. Da wir immer alleine im Laden stehen, gibt es einen sogenannten Plan B. Das klappt eigentlich ganz gut.“ – anonyme Arbeitgeberbewertung bei Ernst Weil Dienstleistungen

Aber wie ersetzt man nun bremsende Glaubenssätze durch solche, die pushen? Ganz einfach: durch Wiederholung. Am besten schreibst du dir deine Favoriten auf und hängst, klebst oder speicherst sie dort ab, wo du sie vor Augen hast: im Portemonnaie, am Computer oder als Bildschirmschoner auf dem Handy.

 


Gastbeitrag von Business Punk

Unter dem Motto „Work hard, Play hard“ widmet sich Business Punk sämtlichen Wirtschaftsthemen – egal ob als Podcast, Online- oder als Print-Magazin. Um was es konkret geht? „Business-Rebellen“, verrückte Officekulturen und den Lifestyle von Gründern, Machern und Kreativen. Was sie vereint? Ihr Lebensstil als Digital Natives, ihr Interesse an kosmopolitischen Themen und ihre Passion fürs Anpacken und Machen.