Kleine Lego-Figur in Ritterrüstung unter einem Converse-Schuh

Ein neuer Chef: Was nun?

Der „Alte“ geht, der „Neue“ kommt: ein Wechsel in der Führungsetage birgt oft Zündstoff. Plötzlich ist nichts mehr recht, alles soll anders werden? Wie heißt es so schön: Neue Besen kehren gut. Vielleicht trifft das ja auch auf deinen neuen Vorgesetzten zu? Worauf du achten solltest, wenn ein neuer Chef ins Rampenlicht rückt und was du lieber lassen solltest, erfährst du hier.

1# Spiele den Detektiv

Den Big Boss kann man sich ja nicht immer aussuchen. Aber wer die Macken des eigenen Vorgesetzten kennt, kann gewiss entspannter arbeiten. Deswegen unser Tipp: Bringe so viel wie möglich über deinen neuen Chef in Erfahrung. Dafür genügt meist ein kurzer Blick ins Internet. Was liegt dem neuen Chef am Herzen? Was sind seine Hobbies? Ach, ein Tischtennis-Spieler also … Letztes Jahr einen längeren Urlaub in Hongkong gehabt? Alles akribisch notieren. Mit dem entsprechenden Wissen kannst du wesentlich besser auf dein neues Gegenüber eingehen und sein Verhalten besser einschätzen. Übrigens kommst du so auch leichter in ein Gespräch und kannst mit deinen gerade erworbenen PingPong-Kenntnissen punkten.*schleimschleim*

2# Abwarten und Beobachten

Zuerst einmal: keine Panik auf der Titanic! Ein neuer Boss bedeutet nicht, dass du dich auf einem sinkenden Schiff befindest. Neue Führungskraft, neue Ansichten und neue Ideen: ein Chefwechsel sollte immer als Chance gesehen werden. Gib dem „Neuen“ erst einmal Zeit, sich in die Position ein- und in deiner Abteilung zurechtzufinden. Im Normalfall tastet sich der neue Vorgesetzte auch an das Team heran und checkt die Stimmung im Büro ab. Das heißt für dich in den ersten Tagen wiederum: abwarten und beobachten. Was für ein Typ Mensch ist der Neue? Wie funktioniert die Zusammenarbeit? Welchen Führungsstil hat er?

3# Anbieten, nicht anbiedern.

Wer sich dem neuen Vorgesetzten gleich um den Hals wirft, macht sich extrem verdächtig. Allzu plumpe Anbiederei erträgt nämlich auch der narzisstischste Chef nicht auf Dauer. Denn eins steht fest: Oberschleimer sind unter Kollegen nicht gern gesehen. Übe dich in Zurückhaltung und mach es lieber in kleinen Schritten: Stelle deinem neuen Vorgesetzten die Kollegen vor oder stehe ihm bei organisatorischen Dingen zur Seite. So kannst du ihm beispielsweise erklären, mit welchen Programmen ihr arbeitet und welche Software er sich unbedingt am Laptop einrichten sollte. Ganz nach der Devise: #buddyforlife. Er wird dir danken, wenn du seine Einarbeitungszeit so verkürzt. Der ein oder andere Pluspunkt ist dadurch bestimmt zu holen. Übertreiben solltest du dabei nicht. Spare dir also die minütliche „Ist alles in Ordnung?“- Frage, denn die bringt den Blutdruck des Vorgesetzten nämlich mit Sicherheit über die magische Grenze von 180.

4# Sei offen für Neues

Never change a running system? Diese Einstellung solltest du auf jeden Fall ablegen. Der neuer Chef wird mit großer Wahrscheinlichkeit einiges anders machen und frischen Wind in die Bude bringen. Es hat ja auch einen Vorteil, wenn man ohne festgefahrene Muster auf Dinge schaut, oder? Neue Ideen und neue Abläufe können eine ungeahnte Motivation wecken und dich beruflich voran bringen. Stell dich also geistig auf eine Umbruchphase ein. Verfalle nicht in eine „Das haben wir noch nie so gemacht“-Haltung – so kannst du nur zum Buh-Mann werden.

5# Führungswechsel als Karriereturbo

Mit der Ankunft eines neuen Vorgesetzten werden die Karten im Team neu verteilt. Also lautet die Devise: Geschickt vorgehen. Wenn du oben genannte Punkte einhältst, manövrierst du dich bestimmt in das Herz des Vorgesetzten. Karriereknick oder Karrieresprungbrett – was der Chefwechsel bringt, hast du selbst in der Hand. Welchen Typ Chef du jetzt an der Backe hast, erfährst du hier.