Diese Kollegen fordern am häufigsten mehr Gehalt

Mehr Gehalt? Dazu sagt wohl keiner Nein. Für viele Beschäftigte ist ein höheres Einkommen auch ein triftiger Grund den Job zu wechseln. Aber nicht jeder traut sich, das gewünschte Gehalt auch im Bewerbungsprozess einzufordern. Eine Umfrage zeigt nun, das vorwiegend Männer und junge Menschen selbstbewusst in die Gehaltsverhandlung gehen.

Wer wagt, gewinnt

Wer sich bei einem Jobwechsel mit dem angebotenen Gehalt zufriedengibt, verschenkt oft Geld. Das legt jedenfalls eine Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half in den USA nahe. Für die Studie wurden mehr als 2.700 Büroangestellte zu ihrem letzten Vorstellungsgespräch befragt und ob das Thema Gehalt präsent war. Um auch die Perspektive der Arbeitgeber näher zu beleuchten, wurden außerdem über 2.800 leitende Angestellte in Firmen mit mindestens 20 Beschäftigten befragt, was sie bei Neueinstellungen erwarten.

Das Ergebnis: Mit 55 Prozent gaben mehr als die Hälfte der Berufstätigen an, bei ihrem letzten Jobwechsel ein höheres Gehalt verlangt zu haben, als es in der Ausschreibung angeboten wurde. Das ergab die Umfrage für Robert Half, die im dritten Quartal 2018 durchgeführt wurde. Bei der Befragung im Jahr zuvor hatten nur 39 Prozent angegeben, nach mehr Lohn gefragt zu haben.

Nicht nur über das Gehalt wird verhandelt

Und die Perspektive der Arbeitgeber? Die befragten leitenden Angestellten gingen in der Regel davon aus, dass Kandidatinnen und Kandidaten mit dem angebotenen Gehalt nicht zufrieden sein werden. 70 Prozent rechneten damit, dass Bewerbende die Zusage mit einer Forderung nach mehr Lohn verknüpfen würden. Außerdem waren rund 60 Prozent dazu bereit über Kompensationen, Vergünstigungen und Benefits zu verhandeln – dies sind ebenfalls mehr als noch im Vorjahr. Arbeitgeber sind also durchaus dazu bereit, Interessenten mehr zu bieten, wenn diese mehr fordern.

„Bewerber mit guten fachlichen Fähigkeiten sind sehr gefragt und haben deshalb oft mehrere Jobangebote,“ sagt Paul McDonald, Senior Executive Director bei Robert Half. „Durch diesen Vorteil, ist es wenig verwunderlich, dass viele Kandidaten eher dazu bereit sind nicht nur ihr Gehalt, sondern auch weitere Benefits, wie Urlaubstage, flexible Arbeitszeiten und berufliche Weiterentwicklung von Arbeitgebern einzufordern.“

Männer und Junge sind mutiger

Doch nicht alle Bewerbenden gehen mit der Forderung nach mehr Gehalt in den Bewerbungsprozess. Die Umfrage zeigte einen signifikanten Unterschied zwischen dem Verhalten von Männern und Frauen. Während mit 68 Prozent zwei Drittel aller Männer einen höheren Lohn forderten, waren es bei den Frauen nur 45 Prozent. Wie erfolgreich die jeweiligen Personen mit ihrer Strategie waren und wie viele Verhandlungsrunden nötig waren, um eine Einigung zu erzielen, geht aus der Studie jedoch nicht hervor.

Deutliche Unterschiede konnten ebenfalls zwischen den Altersgruppen festgestellt werden. Unter den Berufstätigen zwischen 18 und 34 Jahren fragten mit 65 Prozent die meisten bei einem neuen Job nach einer Gehaltserhöhung. Bei den 35- bis 54-Jährigen waren es noch 55 Prozent, bei den über 55-Jährigen schrumpfte der Anteil auf 38 Prozent.

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Quelle:

Rober Half-Umfrage