Wird deinen Job in Zukunft ein Roboter übernehmen?

Diese 8 Jobs wird es auch 3017 noch geben… wahrscheinlich.

Mittlerweile können Roboter Cocktails mixen, Weintrauben ernten und Bomben entschärfen. Bereits jetzt befinden sich fahrerlose Busse in der Testphase und in unseren Mikrowellen sind bessere Rechner verbaut als in den Computern der NASA bei der ersten Mondlandung. Und der Personal Assistant? „Alexa, bestell mal eben Abendessen und dann spiel mir die aktuellen Walgesang-Charts.“ Puh, sind wir eigentlich bald alle arbeitslos? Schwer abzuschätzen. Den folgenden Jobs räumen wir jedoch ein ziemlich hohes Potenzial ein, auch in Zukunft noch von Menschenhand ausgeführt zu werden… wahrscheinlich.

1. Kindererzieher

„Herr Roboter, Tina hat meinen Bagger genommen!“ – „Das ist MEIN Bagger!“ Schon fließen die Tränen. Kinder sind komplexe und schwer vorhersehbare Wesen, die ihre Emotionen und Gefühlsausbrüche noch nicht wie Erwachsene unterdrücken. Als Spiel- und Lernunterstützung sind Roboter bestimmt bald aus keinem Kindergarten mehr wegzudenken. Aber ob ein Roboter jemals die emotionale Intelligenz besitzen wird, mit den kleinen und großen Überraschungen klarzukommen, die Kinder so mit sich bringen? Und ob die Eltern der Zukunft ihren Nachwuchs guten Gewissens einer Maschine anvertrauen werden? Können wir uns momentan noch nicht vorstellen.

2. Geistliche

Eine Predigt rezitieren, den Klingelbeutel durch die Reihen reichen, Lieder anstimmen und auf Beerdigungen sprechen: Klar könnte ein Roboter das mit den richtigen Daten im Speicher erledigen. Uns stellen sich dabei jedoch noch einige Fragen. Wie viel Trost kann ein künstliches Wesen spenden? Wie sehr kann die Ansprache eines Computers die Glaubensgemeinschaft mitreißen und inspirieren? Gibt’s den Holy Spirit in Zukunft per Download im Appstore? Und berechnet der PC dann rein rational, wer es ins Jenseits schafft, und wer leider draußen bleiben muss? Puh, eher keine so himmlische Vorstellung.

3. Kreativköpfe

Schicke Logos zaubern, Sommerhits komponieren, geistreiche Artikel für den kununu Blog schreiben: Jobs, die vor allem die rechte Seite des Gehirns beanspruchen, dürften zumindest in absehbarer Zeit noch sicher vor der Digitalisierung sein. Künstler, Musiker, Designer und Autoren können sich also erst mal in Sicherheit wähnen. Reine Daten-Journalisten sollten sich hingegen schon mal in Weltraumkrimis oder Liebesromanen versuchen. So werden bei der Nachrichtenagentur Associated Press schon seit einiger Zeit Meldungen über Börsenkurse, Wettervorhersagen und Sportergebnisse völlig automatisch ausgewertet und aufbereitet[1].

4. Rechtsanwälte

Tatsächlich gibt es schon Roboter, die zu einer Causa ihren Datenspeicher nach Gesetzestexten und ähnlichen Fällen filtern und basierend darauf ein rationales Urteil fällen können[2]. Erklärtes Ziel der Forschung ist es, Richter dadurch bald bei ihrer Urteilsfindung zu unterstützen. Noch. Und wie sieht es mit Rechtsanwälten aus? Paragrafen zu durchforsten und Gesetzeslücken zu finden sollte für die künstliche Intelligenz schließlich ein Leichtes sein, oder? Ganz so einfach ist es leider nicht. Rechtsanwälte müssen Gesetze verstehen, vor allem aber auslegen, sowie eng mit dem Angeklagten zusammenarbeiten und überzeugend zu seinen Gunsten argumentieren. Derartig komplexe und vielschichtige Aufgaben dürften auch in Zukunft noch menschlichen Experten vorbehalten sein. Und nur mal so nebenbei gefragt: Wäre dir wohl dabei, deine Verteidigung in die Hände eines Computers zu geben?

5. Köche

Gute Nachricht für alle Koch-Faulen, die eher verhungern würden, als ein Butterbrot zu schmieren: Über 100 verschiedene Gerichte kann der Küchenroboter von Moley Robotics zaubern[3]. Und hinterher macht er sogar noch sauber. Brauchen wir Köche in Zukunft nur noch, um den sprichwörtlichen Brei zu verderben? Wir lehnen uns mal weit aus dem Fenster und antworten mit einem überzeugten Jein. Klar können derartige Roboter auf Knopfdruck dein Lieblingsgericht zubereiten. Vielleicht werden sie auch irgendwann für den Otto Normalverbraucher leistbar. Aber ob sie den menschlichen Gaumen jemals komplett entschlüsseln und kreativ genug sein werden, neue Rezepte zu kreieren? Das steht noch in den Sternen. Abgesehen davon glauben wir fest daran, dass uns die Liebe als Geheimzutat fehlen würde. Und die gibt’s nur beim menschlichen Koch. ♥

6. Psychologen

Psychologen stehen unterstützend zur Seite, wenn das System Mensch einem Problem gegenübersteht. Anders als eine Maschine, ist dieses hoch komplizierte System nämlich immer noch schwer berechenbar. Aus heutiger Sicht ist es kaum vorstellbar, dass diese Art von Jobs jemals von Robotern übernommen wird. Denn neben der Komplexität der Aufgabe brauchen Psychologen auch jede Menge Feingefühl und oft schlicht ihren Instinkt. Natürlich könnte man einen Computer mit Gedanken und Symptomen füllen, und eine Diagnose stellen lassen. Ein richtig guter Psychologe aber sieht den gesamten Menschen, inklusive Mimik, Gestik, Tonfall. Ob wir irgendwann bei einem Roboter auf der Couch liegen, und unsere Geheimnisse preisgeben werden? Vorstellbar, aber bis dahin dauert es wohl noch etwas.

7. Bestatter

„Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: Der Tod und die Steuer.“ Da sind wir uns mit Benjamin Franklin einig. Gestorben wird eben immer. Zwar liegt das maximal erreichbare Alter für Menschen derzeit bei 115 Jahren und könnte Schätzungen zufolge im Jahr 2300 bereits bei 150 liegen[4]. Irgendwann ist dann aber trotz aller Wunderpillen Schluss. Wohin dann mit unseren sterblichen Überresten? Vielleicht transportiert uns ja auf Knopfdruck eine Maschine ab und entsorgt uns zero-waste-gerecht. Vielleicht gibt es aber auch im Jahr 3017 noch den guten, alten Bestatter, der sich um eine geschmackvolle Beisetzung kümmert. Wir wünschen es uns einfach mal ganz fest.

8. Sportler

Auch wenn Athleten meist nur über ein begrenztes Zeitfenster verfügen, um groß rauszukommen: Menschlichen Sportler gänzlich durch Roboter zu ersetzen, wäre doch irgendwie langweilig, und würde das ganze Konzept irgendwie ad absurdum führen. Aber wer weiß, vielleicht füllen in ferner Zukunft leistungsstarke Roboter die Sportstadien, während Wettkämpfe zwischen Menschen niemanden mehr hinterm Ofen hervorlocken? Vielleicht sitzen in 1000 Jahren aber auch Roboter in den Stadien, um menschlichen Sportler zuzujubeln… Schiedsrichter werden Prognosen zufolge übrigens schon bald Geschichte sein. So hilft das Hawk-Eye bereits jetzt dabei, in Streitfällen zu beurteilen, ob ein Tennisball nun „In“ oder „Out“ war[5]. Gut möglich, dass sich dieser Trend in Zukunft auf sämtliche Sportarten ausweitet. „Schiri, wir wissen wo dein Auto steht!“? Wird dem Robo-Schiedsrichter der Zukunft wahrscheinlich herzlich egal sein.

 

Wie digital ist dein Arbeitsplatz? Erzähl es uns in deiner kununu Bewertung.


Quellen:

[1] Forbes

[2] PeerJ-Studie

[3] Moley, the world’s fist robotic kitchen

[4] The Guardian

[5] Hawk-Eye Innovations