Bewerbung: So findest du deine Stärken und Schwächen heraus

Es gibt typische Fragen, die einem Bewerber oder einer Bewerberin in beinahe jedem Vorstellungsgespräch gestellt werden, darunter auch die nach den eigenen Stärken und Schwächen. Aber wie kannst du herausfinden, wo diese bei dir liegen? Die Antwort auf diese Frage gibt unser Kooperationspartner Bewerbung.com in folgendem Gastbeitrag.

Die eigenen Stärken und Talente

Im Bewerbungsgespräch ist es für die meisten Personen einfacher, wenn sie mit der Frage nach den eigenen Stärken beginnen. Eventuell weißt du bereits, wo einige deiner Talente liegen. Sinnvoll ist trotzdem, diese noch einmal im Detail zu analysieren. Anschließend kannst du dir überlegen, welche im Vorstellungsgespräch besonders relevant für die jeweilige Position sind und diese dann besonders hervorheben.

Die Frage nach den Stärken und Schwächen sollte daher für jedes Vorstellungsgespräch neu beantwortet werden, damit du im individuellen Fall „passgenau“ überzeugen kannst. Die Ergebnisse deiner Analyse solltest du am besten schriftlich festhalten und in deinen Unterlagen archivieren, damit du nicht vor jedem Bewerbungsgespräch neu beginnen musst. Wie aber findest du deine Stärken heraus?

Mit diesen Tipps klappt es

  • Lege erstmals eine Liste an, bei der du sämtliche Stärken aufschreibst. Dabei handelt es sich weniger um fachliche Kompetenzen, sondern um die sogenannten „Soft Skills“. Teamfähigkeit, Lernbereitschaft, Lösungsorientierung, Kommunikationsstärke – all das sind mögliche Stärken. 
  • Anschließend ist es sinnvoll, in die Selbstreflexion zu gehen und dich zu fragen, welche Stärken du davon zu deinen zählen kannst und was dir besonders gut liegt.
  • Helfen kann in diesem Prozess auch ein Blick in die Vergangenheit: Wofür wurdest du in deinem Leben bereits häufig gelobt? Vielleicht finden sich einige Stärken sogar direkt in einem früheren Arbeitszeugnis, sodass du diese im Bewerbungsprozess konkret „belegen“ kannst.
  • Deine Hobbys können ebenfalls ein wichtiger Hinweis sein. Was also machst du nicht nur gerne, sondern auch gut? Vielleicht wurdest du in deiner Fußballmannschaft zum Kapitän gewählt, weil du hervorragende Führungsqualitäten hast, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.
  • Weiterhin gibt es im Internet mittlerweile Tests, die dir dabei helfen können, deine Stärken zu identifizieren. Sie sollten zwar nicht dein einziger Anhaltspunkt für die Antwort auf die Frage nach deinen Stärken sein, aber können dir zumindest wichtige Hinwiese liefern.
  • Zuletzt ist es sinnvoll, dein soziales Umfeld nach deren Meinung zu fragen, zum Beispiel Familie, Freunde oder (ehemalige) Arbeitskollegen. Häufig ist die Fremdwahrnehmung nämlich ganz anders als die eigene Wahrnehmung und so kann es sein, dass sie dich auf Talente aufmerksam machen, die dir bislang nicht aufgefallen sind.

Wenn du deine Stärken kennst und richtig formuliert hast, sprich passend zur vakanten Position sowie authentisch und verständlich, hast du den einfacheren Part gemeistert. Weniger leicht fällt es vielen Menschen aber, ihre Schwächen herauszufinden.

Die eigenen Schwächen und Verbesserungspotenziale

Niemand gesteht sich gerne seine Schwächen ein und somit neigen Menschen automatisch dazu, weniger ehrlich mit sich selbst zu sein, was natürlich auch für das Gegenüber im persönlichen Gespräch gilt. Du kannst und solltest zwar auch hierbei dein soziales Umfeld nach seiner Meinung fragen, jedoch sind die Antworten oft weniger ehrlich. Schließlich möchte niemand riskieren, dich zu verletzen. Doch wie findest du nun heraus, wo deine Schwäche und Verbesserungspotenziale liegen?

Mit diesen Tipps klappt es

  • Auch hierbei sollte der erste Schritt darin liegen, einfach eine allgemeine Liste möglicher Schwächen zu erstellen, die in Vorstellungsgesprächen genannt werden können. Schließlich interessiert die Personaler nicht, dass du handwerklich ungeschickt bist, wenn du einen Bürojob hast. Frag dich daher, welche Schwächen überhaupt relevant wären, jedoch kein Ausschlusskriterium darstellen. Schließlich willst du dir mit deiner Antwort nicht die Jobchancen verbauen.
  • Anschließend kannst du erneut in die Selbstreflexion gehen: Was kannst du weniger gut? Womit hast du Schwierigkeiten oder vor welchen Aufgaben beziehungsweise Situationen hast du vielleicht sogar Angst? Was wurde in der Vergangenheit immer wieder kritisiert? Gewiss findest du ein oder zwei Punkte auf deiner im ersten Schritt erstellten Liste, die bei dir zutreffen.
  • Nachdem du eine gewisse Vorauswahl getroffen hast, kannst du dein soziales Umfeld anhand dieser Liste fragen, welche Punkte ihrer Meinung nach mehr oder weniger bei dir zutreffen – beispielsweise anhand einer Skala von 1-10. Dies erleichtert die Antwort für dein Gegenüber und verhindert, dass du dich angegriffen oder verletzt fühlst.
  • Zuletzt kannst du die gesammelten Informationen analysieren und überlegen, welche Antworten authentisch, aber unverfänglich sind. Ein bis maximal zwei Schwächen reichen ohnehin aus, schließlich gilt es, dich im Vorstellungsgespräch auf deine Stärken zu konzentrieren.

Es mag nicht immer einfach sein, deine Stärken und vor allem deine Schwächen zu finden und sie dir in letzterem Fall auch einzugestehen. Doch dieser Prozess ist zugleich eine Chance. Er hilft dir zu mehr Klarheit und nur, wenn du deine Schwächen kennst, kannst du auch gezielt an diesen arbeiten.

Versuch daher, die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch als Möglichkeit zur Verbesserung zu sehen. So kannst du dich nämlich zukünftig auf deine Stärken konzentrieren und gleichzeitig mit deinen Schwächen richtig umgehen, damit diese eines Tages weniger stark ausgeprägt sind, vielleicht sogar vollständig aufgelöst wurden.

Bewerbung.com

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