Telefoninterview

Achtung, der neue Chef ruft an! – Angstgegner Telefoninterview

Eine Nachricht tippst du auf deinem Smartphone in 10 Sekunden, telefonieren gehört aber absolut nicht zu deinen Stärken. Selbst Termine mit dem Zahnarzt lässt du von deiner Mama vereinbaren – schließlich könnte dich die Sprechstundenhilfe durch das Telefon fressen. Jetzt hast du dich allerdings bei deinem Traumunternehmen beworben und musst dich dem Angstgegner Telefon stellen. Denn: Unbekannte Nummer ruft an. Wir geben dir in diesem Artikel Tipps, wie du dein Telefoninterview rocken kannst. Bleib also in der Leitung!

Warum das Ganze?

Immer mehr Unternehmen greifen auf das Telefoninterview in ihren Auswahlrunden zurück. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass man sich deine Fahrtkosten sparen möchte, sondern erleichtert die Selektion von hunderten von Bewerbern für eine Stelle.

Meistens bedeutet ein Anruf, dass du den Personaler zumindest zu einem zweiten Blick auf deine Bewerbung angeregt hast. Du bist interessant und kommst für die Stelle infrage. Aber selbst dann, wenn du im Telefonat nur Rückfragen zu deiner Person beantworten sollst, ist das eigentlich schon positiv.

Du solltest ein Telefoninterview nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen. Zwar kannst du chillig in Jogginghose auf der Couch gammeln und Fragen beantworten – sicher. Aber dein Wort zählt umso mehr. Ein Jobangebot kannst du dir aber vermutlich nicht einmal beim angenehmsten Telefonat der Welt erwarten. Hast du deinen Gesprächspartner am Hörer überzeugt, geht es aber vielleicht direkt zur persönlichen Vorstellung.

„Ey Alter, ich kann gerade nicht!“

Um dem Personalbeauftragten einen Herzinfarkt bei dieser Begrüßung zu ersparen, solltest du immer professionell abheben. Professionell bedeutet vor allem, dass du dich mit deinem Namen melden sollst.

Deinen eigenen Lebenslauf solltest du zwar sowieso kennen, die wichtigsten Eckpunkte auf einem Zettel neben dem Telefon schaden aber nicht. Schließlich sollen deinem Ansprechpartner ja deine besten beruflichen Stationen nicht einfach entgehen. Außerdem ist es sinnvoll, wenn du fancy Wissen über deinen potentiellen Arbeitgeber vorab recherchierst. Glaub uns, den Slogan der Firma zu kennen, kommt im Telefoninterview (wie auch im Bewerbungsgespräch) super an. Genauso wird dein Einwurf, dass du die Expansion nach Asien im Jahr 1998 für den Beginn der globalen Unternehmensstory hältst, der absolute Renner. Übrigens helfen ein Lächeln und eine aufrechte Körperhaltung am Telefon dabei, dass dein Gesprächspartner dich positiv wahrnimmt. Glaubst du nicht? Ist aber so. Sogar wissenschaftlich erwiesen. Deine Stimme wirkt angenehmer und deine Atmung wird automatisch ausgeglichener.

Wegdrücken erlaubt?

Nicht jedes Unternehmen kündigt den Termin für ein Telefoninterview vorab per Mail an. Wenn die unbekannte Nummer anruft, könntest du also unvorbereitet sein. Für die Telefonierphobiker unter uns bedeutet das: Panik. Ein absoluter Pro-Tipp ist natürlich: Telefonnummer googlen. Keine Ergebnisse gefunden? Versuche es noch einmal mit der Suchmaschine und nimm die letzten zwei Ziffern der Nummer weg. Oft ist das die Durchwahl eines Mitarbeiters und wird deshalb nicht als allgemeine Telefonnummer eines Unternehmens ausgeworfen. Das ist natürlich nur bei mehreren ausstehenden Bewerbungen sinnvoll. Ansonsten solltest du ja wissen, wer dich spontan kontaktieren könnte.

Oder du fährst gerade mit 180 auf der Autobahn, bist in der U-Bahn oder schlicht und einfach in der Arbeit als der ersehnte – und verdammt beängstigende – Anruf kommt. Solltest du den Anruf unbedingt wegdrücken wollen, solltest du dem Anrufer direkt eine Nachricht zukommen lassen. Bei den meisten Handys geht das mittlerweile ganz leicht per Knopfdruck im Anrufbildschirm. Du tippst zum Beispiel auf „Nachricht“ und bekommst vorgefertigte Antworten wie „Bin in einer Besprechung“, „Rufe zurück“ oder „Kann gerade nicht sprechen“. Im Normalfall kannst du auch selbst eine individuelle Nachricht entwerfen und dem Anrufer zukommen lassen. Sollte es die Situation erlauben, solltest du natürlich abheben, kurz die Umstände schildern und einen anderen Termin vereinbaren. Hab kein schlechtes Gewissen. Das Unternehmen möchte dich so gut es geht kennenlernen. Das klappt nicht, wenn du abgelenkt bist oder nach 15 Minuten aus Zeitmangel auflegen musst. Nimm dir Zeit und vereinbare im Optimalfall vorab einen Rückruftermin. Das geht nicht nur wie bereits erwähnt am Telefon, sondern genauso gut per Mail. Deinem Gesprächspartner geht es nämlich möglicherweise ganz wie dir – er hat nicht immer Zeit oder deine Unterlagen parat.

Auf kununu.com informieren

Zu guter Letzt kannst du dich auf unserer Arbeitgeberbewertungsplattform kununu.com auf ein Telefoninterview mit deinem Traumunternehmen vorbereiten.

Hier erfährst du alles über den Ablauf einer Bewerbung im Unternehmen. Ob du nun am Telefon direkt einen Slogan für ein Produkt nennen sollst, Matheaufgaben lösen musst, Stärken und Schwächen beschreiben musst, generelle Fragen zum Werdegang gestellt werden oder Antworten auf die Fragen vorgegeben sind – du weißt es. Auch ob du nach fünf Minuten fertig bist oder das Telefoninterview eine ganze Stunde dauert, sagen dir die kununu User.

Dir brennen noch weitere Fragen zum Telefoninterview und zum Bewerbungsprozess in der Firma deiner Träume auf der Seele? Geh auf kununu.com, suche nach dem Unternehmen und klicke auf den Reiter „Fragen“ und trete dort direkt mit den Unternehmen in Kontakt.

 

Telefoninterview