7 Gründer verraten ihre größten Business-Fehler

Failory interviewt Gründer, die mit ihren Ideen gescheitert sind. Unser Kooperationspartner „Gründerszene Karriere“ hat für euch die größten Fehler von gescheiterten Unternehmern zusammengestellt.

 

 

Folyo wurde 2011 gegründet und will Designer und Unternehmen miteinander verbinden. Den größten Fehler nennt Gründer Sacha Greif, „ein schlechtes Geschäftsmodell“ gewählt zu haben. Das zeige die Tatsache, dass viele andere Unternehmen versucht hätten, dasselbe zu tun wie Folyo und gescheitert seien. Zudem bedauert Greif es, zu viel Zeit mit Interviews statt mit richtiger Arbeit verbracht zu haben. Foto: Getty Images / Simon Ritzmann

 

Hampus Jakobsson verkaufte seine Firma The Astonishing Tribe an Blackberry für 150 Millionen US-Dollar. Danach gründete er Brisk, das auf Basis Künstlicher Intelligenz dem Sales-Personal bei der Entscheidungsfindung unter die Arme greifen wollte. Vier Jahre nach der Gründung verschleuderte er seine Anteile. „Eines der größten Probleme mit dem wir konfrontiert waren, neben unserer eigenen Unfokussiertheit, war die Tatsache, dass wir von Salesforce abhängig waren“, so Jakobsson. „Viele unserer potenziellen Kunden waren davon überzeugt, dass Salesforce und nicht wir das Problem lösen würde, mit dem wir uns befassten. Andere waren der Meinung, dass wir ihre Infrastruktur verschmutzen, indem sie ihrem ansonsten sauberen Salesforce-System Komponenten hinzufügen, die nicht von Salesforce stammen.“

Foto: Nordic Maker

 

 

Mishra Motors hatte sich auf die Entwicklung von elektrischen Motorrädern spezialisiert. Inzwischen existiert das Startup nicht mehr. „Das Problem war, dass ich ein Software-Typ war, der ein schwieriges Problem mit zu wenig Kapital angriff“, sagt Gründer Naveen Mishra. „Wir hatten ein großartiges Team im Haus, aber die beiden wichtigsten Dinge, die wir gegen uns hatten, waren Timing und Kapital, die eine Folge davon waren, dass wir von Leidenschaft angetrieben wurden.“

Foto: Getty Images / Prasit photo

 

 

Delite hatte sich auf die Digitalisierung des Großhandels spezialisiert. Drei Gründe hätten zum Scheitern geführt, sagt Gründer Pat Walls:

1. „Der Anwendungsbereich von Delite war zu groß. Das Produkt war zu ehrgeizig. Wir haben versucht, in die Welt des B2B-Verkaufs einzutreten, einem großen Markt mit viel Komplexität. Der eine Kunde sucht nach einer möglicherweise ganz anderen Lösung als ein anderer.“

2. „Delite war ein wirklich cooles Produkt. Es war eine neue Art, B2B-Verkäufe zu machen. Leider hat es nicht wirklich dazu gepasst, wie B2B-Unternehmen funktionieren. B2B-Verkäufe sind etwas persönliches. Verkäufer machen Verkäufe über das Telefon, tauschen Tonnen von E-Mails aus, machen Sonderangebote unter dem Tisch usw.“

3. „Nachdem wir Nutzer gewonnen hatten, bemerkten wir, dass ihre tatsächliche Nutzung gering war. Sie haben das Produkt nicht wirklich benutzt.“

Foto: Getty Images / CHRIS J RATCLIFFE

 

 

Die App Birdy sollte es Menschen einfacher machen, ihre Ausgaben im Blick zu behalten. Obwohl die App von Gründer Corey Maass nach kurzer Zeit Zehntausende Nutzer erreichte, scheiterte das Projekt. „Der wahrscheinlich größte Fehler, den ich gemacht habe, war der Versuch, es zu einem Geschäft zu machen, ohne ein persönliches Sicherheitsnetz zu haben“, so Maass. „Jeder erzählte mir, dass die App ein großes Potenzial habe. Es gab viele Nutzer. Aber niemand wollte etwas bezahlen und ich musste Miete zahlen. Ich hatte mit dem Druck zu kämpfen, schnell Geld zu verdienen, obwohl eine langfristige Strategie zu mehr Erfolg geführt hätte.“

Foto: Getty Images / Dan Dalton

 

Phoenix wollte Hinterbliebenen im Todesfall einer Person eingespeicherte Nachrichten senden. Das Unternehmen stellte seinen Dienst ein. Der Gründer nennt gleich zehn Fehler:

1. „Ich brauchte etwa ein halbes Jahr, um Phoenix zu programmieren, den ganzen Tag und die ganze Nacht, Stunden und Stunden der Entwicklung.“

2. „Ich kaufte eine nicht gerade billige Domain.“

3. „Ich habe einen Anwalt angestellt, um mir bei den rechtlichen Angelegenheiten zu helfen.“

4. „Ich eröffnete ein Bankkonto ausschließlich für Phoenix und andere rechtliche Dinge (Steuern usw.).“

5. „Ich kaufte ein SSL-Zertifikat für die Sicherung der Webseite.“

6. „Ich hatte keinen Facebook-/Twitter-/Google-Login.“

7. „Ich habe einen Designer beauftragt, mein Logo zu machen.“

8. „Ich kaufte benutzerdefinierte Symbole für die Oberfläche der Applikation.“

9. „Ich verwendete den teuersten E-Mail-Dienst.“

10. „Ich kaufte individuelle anpassbare E-Mail-Adressen.“

Foto: Getty Images / Shestock

 

 

David Kramaley (Foto) gründete Sharkius im Jahr 2007. Das Startup entwickelte Social-Games und wuchs im ersten Jahr auf einen Umsatz von 60.000 bis 80.000 US-Dollar pro Monat. Inzwischen gibt es das Unternehmen nicht mehr. Zu den Gründen meint Kramaley: „Erstens hat uns der Mangel an Marketing-Erfahrung geschadet. Wir hatten nicht einmal eine E-Mail-Liste und konnten unsere bisherigen Kunden nicht erreichen. Eine E-Mail-Liste hätte uns retten können“, so der Gründer. „Zweitens fehlte uns eine Lernkultur. Schließlich denke ich, dass ein weiterer schwerwiegender Fehler darin besteht, im Startup zu arbeiten und nicht am Startup. Es ist sehr einfach, sich in den täglichen Arbeitsrückstand zu vertiefen, ohne jemals zurückzutreten und zu fragen: Ist das das Wichtigste, woran ich gerade arbeiten könnte?“

Foto: Screenshot/Davidkramaley.com;

 

Hinweis: Diese Galerie basiert auf Interviews von Failory und ist im Original hier zu finden.