6 Jahre kununu = 6 Kerzen auf der kununu Geburtstagstorte

6 Jahre www.kununu.com: Von der frechen Idee zum bewährten Tool

Bewerber und Mitarbeiter lieben sie – Personaler und Geschäftsführer setzen sie mit Geschick ein oder haben keinen blassen Schimmer, wie sie damit umgehen sollen und fürchten sie: kununu verursacht unweigerlich Herzklopfen. Das Arbeitgeber-Bewertungsportal feiert dieser Tage seinen sechsten Geburtstag und gilt damit im meist kurzlebigen Business von Internetfirmen als wahrer Methusalem. Unverändert blieb die einstige Robin-Hood-Intention, „die Arbeitswelt zu verbessern“.

kununu feiert seinen 6. Geburtstag!

Wow, seit 2007 hat sich eine Menge getan: Abseits von den reinen Zahlen –  400.000 Bewertungen zu 115.000 Unternehmen, mit XING eine monatliche Reichweite von gesamt 6 Millionen User – hat sich kununu als sicheres Tool in Zeiten einer dynamisch geprägten Arbeitswelt bewährt. Und auch wenn so mancher Chef oder Personaler über ungeschönte Zeilen seiner Mitarbeiter flucht und dem Portal ein rasches Ableben wünscht (am lautesten schreien übrigens jene, die Dreck am Stecken haben): kununu ist genauso frech wie zu Anfangszeiten, jedoch stärker als je zuvor. Zum Geburtstag ein kurzer Ausblick, weshalb es kununu eigentlich gibt, warum auch in Zukunft Arbeitgeber-Bewertungen geschrieben und gelesen werden – und wie Unternehmen damit ihre Existenz sichern.

Von Null auf 400.000

Es war einmal ein Key Account Manager, der bekam ein vielversprechendes Jobangebot auf den Tisch – mit attraktivem Gehalt und interessanten Perspektiven. Bevor er zusagte, wollte er jedoch wissen, ob die Firma ein angenehmes Betriebsklima hat und das Arbeiten auch ein Freizeitleben ermöglicht. Weder Google noch die Website von der Firma spuckten damals entsprechende Informationen aus. Hm, dachte Martin Poreda, so wie ich suchen sicher noch viele weitere Leute nach Insider-Infos. Nach einem Gespräch mit seinem Bruder Mark war schnell klar: Wir machen selbst so eine Plattform  – voila: die Geburtsstunde von kununu. Das Portal war von Beginn an Marktführer mit seinen Bewertungen – und war zum richtigen Zeitpunkt (Aufkommen von Social Media) am richtigen Ort (Internet). Der Rest ist erfolgreiche Firmengeschichte: Von Null auf 400.000 Bewertungen, millionenfache User, Top-Unternehmen als Kunden und seit Jänner 2013 Tochterunternehmen der XING AG. Nicht zu vergessen, die mittlerweile 34-Mann/Frau-starke Crew, die von Wien aus das gesamte D-A-CH-Gebiet kununu-isiert

Verdammt noch mal, warum gibt es eigentlich kununu?

Hach, was war doch die Personalarbeit vor 50 Jahren ein herrlich-leichtes Kinderspiel: Die Unternehmen bekamen körbeweise Bewerbungen und konnten gemütlich nach den besten Kandidaten stöbern. Wer nicht zum Unternehmen passte oder meckerte wurde gefeuert und der nächste ruckzuck eingestellt. Aber mit den Jahren kam die demographische Wende: Seither gehen europaweit die Geburtszahlen zurück, dadurch bedingt stehen für den Arbeitsmarkt immer weniger junge Menschen zur Verfügung. Diese Generation denkt meist global, ist entsprechend reiselustig und sucht sich einen Job aus, der die jeweils aktuellen Ansprüche erfüllt. Und nur jene Unternehmen, die klar ihre Stärken als Arbeitgeber rausposaunen, können die begehrten Bewerber an Land ziehen.
Bereits jetzt sind Azubi- und Fachkräftemangel schmerzhaft spürbar, durch die laufenden Eintritte älterer Arbeitnehmer in den Ruhestand entstehen weitere Lücken. Die Unternehmen haben immer weniger „Ressourcen“ zur Verfügung, etliche Betriebe kämpfen dadurch ums Überleben.

User lieben Google – Google liebt kununu

Verschärft wurde das ganze durch die technologische Komponente: Mit dem Aufkommen von Internet und Social Media hat sich die Art, wie wir kommunizieren, komplett verändert: Wir verfassen Information, stellen diese ins Netz und teilen sie mit einem Millionenpublikum. Wie selbstverständlich werfen wir unzählige Male am Tag Google an und suchen nach Informationen. Befinden sich diese auf Bewertungsplattformen, lesen wir die Inhalte, bevor wir ein Hotel buchen, ein Produkt kaufen – oder ein Jobangebot annehmen. Google liebt kununu und sobald ein User den Firmennamen mit Begriffen wie Betriebsklima oder Gehalt schreibt, scheint in den oberen Suchbegriffen der kununu Erfahrungsbericht auf – sofern das Unternehmen bereits bewertet wurde.

kununu-Bewertungen scheinen bei Google prominent auf

Jetzt kann man 1 +1 zusammenzählen: Wenn Bewerber Google nutzen und Google kununu mag, ist es daher sinnvoll, auch gefunden zu werden. Und wenn man dann neben den Bewertungen in einem schicken Employer Branding-Profil seine Vorzüge als Arbeitgeber schmackhaft macht, werden aus Besucher letztendlich Bewerber – bingo! Nicht umsonst sind Big Player wie Daimler, Siemens, Telekom sowie erfolgreiche KMU bei kununu mit dabei, werben mit ihrer kununu-Präsenz und freuen sich riesig über ihre Employer Branding-Erfolge.
Personalmarketing von heute muss demnach Digital Employer Branding leisten: Wer wie anno dazumal auf Inserate in Zeitungen oder Hochglanz-Imagebroschüren setzt, sitzt auf verlorenem Posten – unabhängig von Branche oder Berufsbilder.

Nicht die Bewertungen sind das Problem – sondern miese Arbeitgeber

Aber ja: Auch nach 6 Jahren gibt es noch einzelne Unternehmen, die laut „Empörung!“ rufen und ihren Mitarbeitern einen Maulkorb verpassen möchten. Nach wie vor bekommt kununu wütende, drohende Anrufe und Schreiben von Firmen und Anwälten, diese „verleumderischen“ Bewertungen zu „löschen“. Oder aber Unternehmen möchten gegen Entgelt ein Arbeitgeberportrait buchen, wenn vorab ein paar unbeliebte Bewertungen „verschwinden“… Sorry, funktioniert nach wie vor nicht. Das Geld für Anwaltsschreiben sollte besser in sinnvolle Maßnahmen für die Mitarbeiter investiert werden.
kununu war von Beginn an ein rechtlicher Streber, achtet penibel auf Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien (darüber hinaus freiwillig auferlegte moralische Kriterien) hält mit technischen Filtern und einem Community Management-Team das Portal „sauber“, und bietet den Firmen an, kostenlos mit einer Stellungnahme auf jede einzelne Bewertungen zu reagieren. Und Schreihälse, die laut tönen „Aber 5 Bewertungen sind nicht aussagekräftig!“ denen können wir entgegnen, dass jede einzelne Stimme zählt, diese schön auf Google sichtbar ist und dementsprechende Aufrufe von zigfachem Publikum mit sich bringt. „Nicht von Relevanz“ sieht anders aus.

Nicht nur die Bewertungsanzahl ist interessant – auch die Aufrufe verdienen Beachtung. Bei Allianz sind es aktuell mehr als 223.000.

Daher lautet auch im siebenten Firmenjahr unser Mantra an alle Arbeitgeber: Wollt ihr auch in Zukunft, dass eure bestehenden Mitarbeiter gut und gerne für euch arbeiten und dass ihr die besten Bewerber bekommt (und nicht der Mitbewerb)? Dann bitte die Meinung der Mitarbeiter einholen, Verbesserungsansätze aufgreifen, tatsächlich ein guter Arbeitgeber sein und damit lautstark die Werbetrommel schlagen!

Und jetzt: Hoch das stolze Robin-Hood-Käppchen und auf zum Geburtstagskuchen 😉
Ein herzliches DANKE an sämtliche Mitarbeiter für ihre offenen Zeilen und an alle Top-Arbeitgeber, die ihre Verantwortung ernst nehmen!