Laptop in Rucksack, Weg

10 Gründe, warum du sofort kündigen solltest

Dein Kopf raucht, weil die Wut auf deinen Chef in dir brodelt? Die Langeweile plagt dich schlimmer als zehn Schnitzel bei der Oma? Du wartest seit Monaten auf den perfekten Moment, um zu kündigen? Seien wir uns einmal ganz ehrlich, besser wird es so gut wie nie. Wenn dein Chef erst bei Androhung einer Kündigung nett zu dir wird, hat er es sowieso nicht verdient dein Talent auszunutzen. Dein Computer wird auch nicht unbedingt eine Träne vergießen, wenn du nicht mehr bis tief in die Nacht in die Tasten hämmerst. Außerdem wird sich dein Lächeln freuen, dass es den angesammelten Staub abschütteln und wieder die Oberhand gewinnen darf.

Wir kennen es doch alle. Bei vielen Aussagen denkt man sich „War das gerade sein Ernst?“. Meistens denkt man sich nur eine Antwort, tut aber nichts dagegen. Spätestens das ist der Zeitpunkt an dem du zum ersten Mal mit dem Gedanken spielen solltest, gleich das ganze Chaos hinter dir zu lassen und den Hut sofort an den Nagel zu hängen.

 

Mit Gedanken zu spielen ist zwar schön und gut, aber ein wirklicher Grund ist das noch keiner. Spätestens wenn du nur stundenlang Däumchen drehst, deine Weiterbildung aus Google-Suchanfragen besteht und die egomanenhaften Züge deines Chefs nicht mehr zu verbergen sind, rückt deine Kündigung immer näher.

#1 Wenn der Körper „nein” sagt

Nicht nur, dass die Allüren deiner Chefin bei dir einen gedanklichen Brechreiz auslösen, die Wut auf deine Vorgesetzte schlägt sich auch bereits auf deinen Magen. Der dauerhafte Stresspegel lässt deinen Blutdruck in die Höhe schnellen? Die stickige Luft im Büro ist Gift für deine Lunge? Warnsignale, die dir dein Körper schickt, solltest du definitiv nicht ignorieren! Wenn es deinem Körper nicht gut geht, geht es dir nicht gut. Wenn es dir nicht gut geht, kannst du auch keine gute Arbeit verrichten.

#2 Hilfe, aus mir wird kein Einstein mehr!

Auch wenn das wohl bekannteste Genie aller Zeiten der Meinung war, dass „Phantasie wichtiger sei als Wissen“, sind Diplome, Titel und Co. nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Beim Bewerbungsprozess achtet jeder Dienstgeber darauf, ob man einen BA, Mag. oder PhD hat. Doch wie soll man soweit kommen, wenn einem immer nur erzählt wird „Studium neben dem Job, das geht nicht!“ oder „Weiterbildung gibt es nicht“?  Falls dein Personalmanager zu denen gehört, die regelmäßig derartige Märchen verbreiten, zählt er tatsächlich noch zu den 20%, die die Wichtigkeit von Fortbildungen nicht erkannt haben. Deswegen, sei schlau und kämpfe für deine Bildung!

#3 Be part of it! Oder besser nicht?

Teamarbeit dient in den meisten Fällen dem besseren Wissensaustausch, fördert die Motivation und nimmt den Vorgesetzten die Kontrollarbeit ab. Fehlen allerdings die Wertschätzung und gewisse Kommunikationsregeln, kann das Ganze schnell nach hinten losgehen und dich in ein toxisches Arbeitsumfeld katapultieren. Der Kollege, der sich als Mobber outet und dich als Sündenbock hinhält. Der Clown im Team, dessen Witze einfach nicht mehr lustig sind. Der Schussel, den du am Anfang süß fandest, aber mittlerweile mit seinem Chaos einfach nur mehr nervt. Sie alle und noch mehr lassen in deinem Kopf ein Licht dauerhaft aufleuchten. Darf ich raten was darauf steht? Einfach nur raus hier![1]

#4 Wenn die fehlenden schwarzen Zahlen deine Stimmung trüben

Der Mitarbeiterstamm wird immer kleiner, die Gehälter immer unpünktlicher ausbezahlt und der Geschäftsführer immer grimmiger? Dann bloß weg vom sinkenden Schiff! Bevor dein Unternehmen langsam der Pleite entgegenschlittert, solltest du noch rechtzeitig den Sprung ins kalte Wasser wagen. Einen neuen Job wirst du dir sowieso suchen müssen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass du dir jetzt noch in Ruhe einen neuen Arbeitgeber suchen kannst anstatt dich später unter Zeitdruck damit befassen zu müssen, damit du weiterhin alle Rechnungen bezahlen kannst.[1]

#5 Wenn das Land der Träume ein Traum bleibt

Wenn 12-Stunden-Arbeitstage zum Alltag werden und dein Schlafpensum Richtung Minimum tendiert, solltest du nicht nur schleunigst den Schlafplatz deiner Träume aufsuchen, sondern auch deinen Arbeitsplatz wechseln. Weniger als sechs Stunden Schlaf pro Tag haben nämlich erhebliche Auswirkungen auf deine Gesundheit. Dein Gehirn kann schrumpfen, deine Konzentration lässt nach und deine Geduld wird immer kleiner. Dadurch fühlt man sich dauerhaft überlastet und die Gefahr an einem Burnout zu erkranken, wird von Tag zu Tag größer.[2]

#6 Du zählst schon die Minuten, wie lange du noch deine Zeit absitzen musst?

Bei dir ist genau das Gegenteil der Fall? Überstunden sind ein Ding der Unmöglichkeit, weil dir schon nach ein paar Stunden die Arbeit ausgeht? Den restlichen Tag über stehen die Chancen gut, dass du eine Genickstarre bekommst, weil du ständig die Wanduhr im Blick behältst? Um dem „Boreout“ zu entfliehen, solltest du deswegen deine grauen Zellen nicht länger verschimmeln lassen und dir einen Job suchen, der deinen Fähigkeiten entspricht. Denn Überqualifizierung kann einen durchaus gefährlichen Nebeneffekt haben – Depressionen, Magenbeschwerden und chronisches Kopfweh. Schließlich bist du ja nicht Homer Simpson, bei dem es lustig ist, wenn er sich auf der Arbeit langweilt.[3]

#7 Sex and the office?

Du kennst es, wenn du gerade eine seriöse Präsentation hältst und dein Gegenüber dir einfach nur auf den Busen starrt? Oder wenn die arrogante Sitznachbarin dich mit zufällig geöffneten Nacktbildern auf ihrem PC beeindrucken will? Nur weil deine Kollegen dein Büro mit einem Bordell verwechseln, solltest du dir das noch lange nicht gefallen lassen. Laut dem Gleichberechtigungsgesetz liegt nämlich eine sexuelle Belästigung bereits dann vor, wenn das Verhalten für die betroffene Person unerwünscht, unangebracht oder anstößig ist und dadurch eine einschüchternde, feindselige oder demütige Arbeitsumwelt für die betroffene Person entsteht. Es ist die Aufgabe des Arbeitgebers dafür zu sorgen, dass es nicht zu derartigen Handlungen kommt. Er kümmert sich nicht darum? Ein Grund mehr abzuhauen! Aber davor solltest du ihn noch dem Arbeitsamt überlassen![4]

#8 Mein Chef – der größte Esel von allen

So direkt würden wir das natürlich nie sagen und schon gar nicht ihm. Während die Mitarbeiter freundlich bleiben, weil sie um ihren Job fürchten und furchtbare Arbeit mit viel Lob umschmeicheln, wächst der Ärger über unfähige Führungskräfte immer mehr. Eine Studie der Manpower Group ergab, dass sich Mitarbeiter vor allem Wertschätzung, regelmäßiges Feedback und Interesse an sich als Mensch von Seiten der Führungsetage wünschen. Wenn das ausbleibt, ist das der zweithäufigste Grund für einen Jobwechsel. Ist es auch deiner?[5]

#9 Verirrt am Stellenmarkt  

Damals war das allerwichtigste eine gute Bezahlung und jetzt arbeitest du in einer Branche, in die du eigentlich nie wolltest? Manchmal muss man Stellen annehmen, mit denen man sich nicht zu 100% identifizieren kann, die die Karriereplanung durcheinander werfen und einen nicht unbedingt glücklich machen. Kann passieren! Doch das wichtigste daran ist, dass du bei einem derartigen Job nicht ewig hängen bleiben solltest. Eine Überbrückungslösung soll nämlich auch einfach nur eine Überbrückungslösung bleiben!

#10 Have fun, baby!

Klar, zuerst machen die meisten neuen Jobs einen glücklich. Doch mit der Zeit kann es sich durchaus in eine nicht ganz glückliche Liebesbeziehung verwandeln: Du und dein Unternehmen habt euch einfach auseinandergelebt! Auch wenn zu Beginn die Trennung vielleicht schwerfällt, spätestens am ersten Tag nach der Kündigung wirst du deine Freiheit genießen! Dir stehen hunderte Firmen offen, die alle nur auf eine neue Liebelei mit dir warten. Also, quit it and have fun, baby!

 

 

Quellen:

[1]rhein-main-startups.com

[2]welt.de

[3]bildungsexperten.net

[4]diepresse.com

[5]manpowergroup.de

arbeits-abc.de