Zwei Männer prügeln sich auf dem Boden.

Warnsignale: Daran erkennst Du, ob Du im Job ausgebeutet wirst

Geben, geben, doch es kommt einfach nichts zurück. Und immer wieder fragst Du Dich: Bin ich hier der Depp?

Ob Depp oder der Hamster in seinem Rad – ganz ähnlich fühlen sich viele Arbeitnehmer. Etwa wenn sie unbezahlte Überstunden leisten, sich krank arbeiten und am Monatsende jeden Euro dreimal umdrehen müssen. Und obendrauf pariert der Chef lange Abend- und Wochenendeinsätze mit „Heul doch“. Was ihm dagegen nie über die Lippen kommt: ein Wort der Dankbarkeit.

Es ist nicht in erster Linie die Arbeitsmenge, sondern die Arbeitsbedingungen, die Stress und ein Gefühl der Ausbeutung verursachen. Das solltest Du Dir nicht gefallen lassen. Denn wer mit seinen Kräften immer bis ans Limit geht, gefährdet sich selbst.

Wir haben 5+1 Warnsignale zusammengetragen, an denen Du erkennst, ob Du im Job ausgebeutet wirst. Los gehts:

 1. Du kratzt ständig an Deinem Limit.

Soll heißen: Bis hierhin und nicht weiter. Mit ermüdeteten Grüßen, Deine Belastbarkeitsgrenze.

 2. Du gehst krank ins Büro.

Einen Gang runterschalten? Ist nicht drin. Mal nicht so einen vollen Kalender haben? Auch nicht. Und so kommt, was kommen muss: Du schleppst Dich mit dickem Kopf und triefender Nase ins Büro, anstatt Deine Erkältung in Ruhe zu Hause auszukurieren. Schlecht für Dich, ungut für Deine Kollegen.

 3. Du hast keine Zeit für Mittagspausen.

Ständige Erreichbarkeit wird bei Deinem Arbeitgeber gelebt. Das Telefon klingelt pausenlos, Abwesenheitsnachrichten fürs Mailpostfach sind ein No-Go. Und darum schaufelst Du Dir die Nudeln aus der Asiabox beim Tippen in den Mund. Bist ja sowieso eher der „Coffee To Go“-Typ, dem Multitasking (zwangsweise) besonders liegt. Die Krümel auf Deiner Tastatur und die Fettflecken auf dem Monitor sprechen Ihre eigene Sprache.

4. Du nimmst die Arbeit mit ins Wochenende.

Was antwortest Du, wenn Dich jemand fragt, was Du am Wochenende vorhast? Freunde treffen, Morgenschwimmen, Wohnungsputz. Doch „on top“ auf Deiner Liste: aufarbeiten, was in die letzten 5 Office-Tage nicht hineingepasst hat.

Unser Fazit: Ganz schlecht. Denn wenn wir zu lange arbeiten, leidet unsere Gesundheit. Das ist sogar wissenschaftlich gestützt: Alles über 39 Stunden pro Woche schadet, wie australische Forscher nun herausgefunden haben wollen[1].

5. Dein Gehalt ist ein Witz.

Du bindest es natürlich niemanden direkt auf die Nase, dass Du eigentlich vollkommen unterbezahlt bist. Aber Dein DIY-Haarschnitt spricht für sich. Zu allem Überfluß hat auch die x-te Gehaltsverhandlung  nichts gebracht. Was sich hingegen munter weiter vermehrt: Arbeit, Arbeit und Dein Unwohlsein.

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…und das spricht für sich, gell?

Achtung, Achtung

Wer Warnsignale bei sich ausmacht, der sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse machen und überlegen, ob man das selbstgefährdende Verhalten noch weiter fortsetzen sollte.

 

 

Quelle:

[1] dailymail.co.uk