Wenn die Gerüchteküche brodelt: Hinterfragen lohnt sich

Urbane Legenden: Die Top 5 rund um kununu und die Wahrheit dahinter

Was hat eine Yucca-Palme mit kununu gemeinsam? Nun, die vielzitierte Tarantel in der Yucca-Palme und die Bezeichnung von kununu als Läster-Portal fallen beide unter die Kategorie „Urbane Legenden“.Als wahrer Internet-Methusalem ist kununu seit 6 Jahren online und hat in dieser Zeit inhaltlich viel bewegt: Immer mehr Unternehmen haben bereits erkannt, dass die Transparenz am Arbeitsmarkt nicht mehr aufzuhalten ist und das offene Feedback der Mitarbeiter vielmehr neue Chancen für E-Recruiting und Digital Employer Branding beinhaltet.

Dennoch tauchen immer wieder vereinzelt  – die stets gleichlautenden – Gerüchte rund um kununu auf, die „vertraulich“ unter der Hand weitergegeben werden. Höchst an der Zeit Tacheles zu sprechen und die hartnäckigsten Gerüchte auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen:

Legende #1: „Auf kununu wird nur gelästert!“

Realitäts-Check:
Ob Freude über den neuen Job oder Frust wegen Überstunden ohne Ende: Ein kurzer Blick auf ein paar Erfahrungsberichte lässt sofort erkennen, dass auf kununu die gesamte Bandbreite an Emotionen zu finden ist. So unterschiedlich die Erlebnisse am Arbeitsplatz von jedem Mitarbeiter sind, so breit ist das Spektrum der einzelnen Bewertungen.

Ausgewogen ist jedoch die Tonalität: Eine aktuelle Analyse der kununu-Erfahrungsberichte hat ergeben, dass sich knapp die Hälfte der bewerteten Unternehmen über eine Gesamtnote von mindestens 3 Punkte freuen darf.

Wichtig jedoch für jene Arbeitgeber, die Kritik zu lesen bekommen: Was ist dran? Sind es einzelne Nörgler, die kein Unternehmen der Welt zufriedenstellen kann oder weisen sämtliche Bewertungen auf eine bereits intern bekannte Schwachstelle hin? Dann lohnt sich der Blick auf diese Zeilen, um daran zu arbeiten.

Legende #2: „Die paar Bewertungen meiner Mitarbeiter interessieren doch niemanden!“

Realitäts-Check:
Sobald auch nur ein Mitarbeiter sich die Mühe gemacht hat, einen Erfahrungsbericht zu verfassen, sollte ein Unternehmen reagieren. Denn die Meinung eines einzelnen Mitarbeiters verbreitet sich rasch innerhalb und außerhalb eines Unternehmens und bekommt dadurch weitere Zuhörer bzw. Leser.

Unabhängig vom Inhalt der Bewertung, die für ein Unternehmen von Nutzen sein kann: Eine kununu-Bewertung trifft auf großes Publikum. Das Portal wird monatlich von rund 1,5 Million Usern frequentiert, die zielgerichtet Informationen zu einem Arbeitgeber suchen. Bestätigt wird das durch die Zugriffszahlen, die neben der Bewertungsanzahl zu finden ist: Auch wenn zu einem Unternehmen nur ein einzelner Erfahrungsbericht vorhanden ist, können dennoch zigtausend Zugriffe verzeichnet sein. Eine weitere Verbreitung erfolgt durch die flächendeckende Integration der Erfahrungsberichte auf dem Business-Netzwerk XING. Nicht zu vergessen die viralen Effekte, die durch Shares und Likes einer Bewertung auf Facebook, Twitter & Co einsetzen. Und dann gibt es noch Google: Sobald ein User die Suchmaschine anwirft und den Firmennamen eingibt, wird die kununu-Bewertung als Suchergebnis prominent gelistet.

Die Bewertungen werden übrigens nicht nur von Bewerbern aufmerksam gelesen, sondern auch von Journalisten, Geschäftspartnern und Kunden, die wissen möchten, wie ein Unternehmen als Arbeitgeber so „tickt“.

Legende #3: „Wenn ich mich als Arbeitgeber auf kununu engagiere, muss ich mit unzähligen kritischen Erfahrungsberichten rechnen!“

Realitäts-Check:
Die Erfahrungsberichte zu einem Unternehmen werden auch ohne deren Zustimmung geschrieben. Wichtig ist, die Online-Reputation als Arbeitgeber nicht aus der Hand zu geben, sondern Stellung zu beziehen.

Denn egal, ob eine kununu-Bewertung für ein Unternehmen positiv, neutral oder kritisch ausfällt: Auf den richtigen Umgang kommt es an. Mit Reputationsmanagement können Arbeitgeber gute Bewertungen als Werbe-Booster einsetzen und kritischen Kommentaren den Wind aus den Segeln nehmen.

Auf kununu gibt es für Unternehmen mehrere Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme:
Arbeitgeber können zu jeder einzelnen Bewertung kostenfrei eine Stellungnahme abgeben. Darüberhinaus haben Arbeitgeber die Möglichkeit einen Bewertungsaufruf zu starten und so weitere Erfahrungsberichte zu generieren – je mehr Bewertungen zu einer Firma vorliegen, umso genauer können etwaige Verbesserungsansätze ausgelotet werden. Und mit einem Employer Branding-Profil können Unternehmen neben den Bewertungen der Mitarbeiter gegen Entgelt weitere Information zur Verfügung stellen.

Legende #4: „kununu schadet der Reputation meines Unternehmens!“

Realitäts-Check:
Ob mit oder ohne kununu: Jeder einzelne Mitarbeiter gestaltet das Image eines Unternehmens mit. Was ein Mitarbeiter über seinen Brötchengeber erzählt, hängt ausschließlich vom Arbeitgeber ab: Ein Betrieb, der auf das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter achtet, wird entsprechend positive Erfahrungsberichte vorweisen können. Durch die hohe Reichweite der kununu-Bewertungen kommt dann ein Unternehmen sehr rasch ins Gespräch und Bewerber werden so auf einen interessanten Arbeitgeber aufmerksam.

Unternehmen, die negative Zeilen ihrer Mitarbeiter einstecken müssen, sehen auf einen Blick, wo „der Schuh drückt“, können Stellung beziehen und gezielt etwaige Verbesserungsansätze angehen.

In beiden Fällen – sei es durch die positive Bewertungen der Mitarbeiter oder durch erfolgte Reaktionen des Unternehmens – nimmt kununu positiven Einfluss auf die Online-Reputation.

Denn die Ursache für einen Image-Super-GAU sind nicht negative Bewertungen, sondern miese Arbeitsverhältnisse.

Legende #5: „Unternehmen können kununu ersuchen, unangenehme Bewertungen zu entfernen!“

Realitäts-Check:
Die strikten Bewertungsrichtlinien auf kununu tragen dazu bei, dass konstruktiver Dialog im Vordergrund steht. Sowohl technische Filter als auch ein eigenes Team sorgen dafür, dass die bestehenden rechtlichen und moralischen Richtlinien eingehalten werden. Sehen Arbeitgeber den Inhalt einer Bewertung als bedenklich an, kann für einen erneuten Check der kununu-Support kontaktiert werden.

Sollte nach sorgfältiger Überprüfung die Beanstandung zu Recht bestehen, geht die Bewertung offline. Entspricht der Erfahrungsbericht den Richtlinien, bleibt dieser online. Unternehmen bekommen jedoch von kununu Empfehlungen, wie sie mit der Bewertung umgehen können (Stellungnahme, Bewertungsaufruf etc.).

Wichtig: Auch wenn ein Unternehmen gegen Entgelt ein Arbeitgeberprofil auf kununu betreibt, nimmt das zu keinem Zeitpunkt Einfluss auf die Bewertungen. Ein Employer Branding-Profil  bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Stärken als Arbeitgeber zu präsentieren. Ein Garant für gute Bewertungen ist das natürlich nicht. Es ist nach wie vor die Aufgabe der Unternehmen, den Mitarbeitern ein optimales Arbeitsumfeld zu schaffen.

Diese Bemühungen haben jedoch sehr wohl Auswirkungen: Wenn die Mitarbeiter sehen, dass der Arbeitgeber die offene Meinung auf kununu wertschätzt und vielleicht sogar angesprochene Verbesserungsvorschläge umsetzt, freuen sich die Mitarbeiter und belohnen das automatisch mit positivem Feedback.

Auf Fakten setzen – und Handeln

Fazit: Legenden haben seit jeher ihre Berechtigung, laut Parawissenschaft geben diese in der sachlichen, modernen Welt den Ängsten und Gefühlen der Menschen eine Form. Mythen sagen etwas darüber aus, wer wir sind und was wir fürchten.

Klar, Arbeitgeber-Bewertungen lösen unweigerlich Emotionen aus: diese waren plötzlich da und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unternehmen müssen sich damit auseinandersetzen, alte Pfade ihrer Personalarbeit verlassen und die Kanäle der Bewerber für ihre Zwecke nutzen. Aus Unsicherheit „Urbane Legenden“ vorzuschieben, um nichts verändern zu müssen, ist weder sinnvoll noch zielführend. Top-Firmen wie Allianz, GIA Informatik oder Siemens zeigen eindrucksvoll vor, wie Digital Employer Branding funktioniert – und diese Erfolge sind keine „Urbane Legenden“.