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Erfolgreich im Job: So startest Du produktiver in den Tag

Es soll ja Menschen geben, die wachen um sechs Uhr morgens automatisch auf, rutschen gut gelaunt aus dem Bett und tanzen beinah in den Tag. Allen anderen, den „Normalos“, verraten wir hier, wie Ihr zu einer Morgenroutine gelangt, die die Karriere befeuert.

Lernen von den Großen

Studien zufolge kann jeder Mensch nur eine begrenzte Anzahl Entscheidungen pro Tag treffen. Ist das Pensum ausgeschöpft, fällt das Auswählen nachweislich deutlich schwerer. Und darum vertrauen wir munter auf Routinen, bei denen das Hirn nicht groß arbeiten muss. Der Kopf auf Autopilot – und der Alltag läuft leichter.

Hand aufs Herz: Wer würde nicht gern morgens voller Tatendrang aufstehen und am Abend den Tag als fetten Erfolg verbuchen? Mit einer Morgenroutine ist das ganz einfach möglich, sagt der Autor Hal Elrod.

Sogenannte „scripted morning routines“ haben den Vorteil, dass man sich morgens keine unnötigen Gedanken machen muss. Prominente Anhänger von Morgenroutinen: Mark Zuckerberg, der immer das gleiche – aber nicht dasselbe – T-Shirt überwirft, weil er einfach keine Lust hat, direkt nach dem Aufstehen darüber nachzudenken, was er anziehen soll. Ähnlich halten es auch Modedesigner Karl Lagerfeld und Präsident Barack Obama, ebenso konform kannte man Apple-Koryphäe Steve Jobs.

In der Frühe liegt die Kraft

In „The Miracle Morning“ predigt Motivationstrainer Elrod: Wer zeitig aufsteht und den Morgen nach einem festen Prinzip organisiert, ist effizienter und glücklicher.

Der Kern seiner Morgenroutine: Circa 90 Minuten früher als gewohnt aufzustehen! Und dann die gewonnene Zeit in sich selbst zu investieren. Die Zutat, damit das auch bestens gelingt, nennt sich „SAVERS“. Das Wort setzt sich zusammen aus:

S = Silence = Meditation (etwa 5 Minuten)

Die Gedanken einfach mal loszulassen und zur Ruhe zu kommen. Heute ist das lange nichts mehr, was nur abgedrehte Yogis machen, sondern eine einfache Form, um mal durchzuatmen und dadurch Kraft zu schöpfen.

A = Affirmationen zum Beeinflussen des Bewusstseins (etwa 5 Minuten)

Um erfolgreich zu sein, ist Selbstvertrauen wichtig. Wenn Du Dir immer wieder sagst „Ich schaffe das!“ und „Ich glaube an meinen Erfolg“, dann wird sich früher oder später der Erfolg einspielen.

V = Visualisierung (etwa 10 Minuten)

Ein Bild vor Augen zu haben, das ist in der Regel viel greifbarer. Deshalb: Skizziere Dein Ziel. Wie sieht Erfolg für Dich aus? Trau Dich und mal es auf. Es muss kein Picasso werden. Hauptsache Du hast damit immer vor Augen, auf was Du hinarbeitest und erreichen willst.

E = Exercise = Sport (etwa 30 Minuten)

Egal, ob Yoga, eine kurze Laufrunde oder ein schnelles Workout – tue etwas, was Deinen Körper gleich morgens in Schwung bringt.

R = Reading = Lesen (etwa 30 Minuten)

Egal, ob Du ein gutes Buch liest oder Blogs überfliegst: Es geht darum, dass Du regelmäßig Deinen Horizont erweiterst und dadurch Kreativität und geistige Fitness trainierst.

S = Scribe = Schreiben (etwa 10 Minuten)

Hierbei geht es darum wichtige Dinge zu notieren, damit sie nicht im Kopf verloren gehen. Das können Ideen, Learnings oder Erkenntnisse sein.

Die „SAVERS“ in der Übersicht

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Gähn-Alarm? Nur Geduld!

Das Bett so schön warm, der Schweinehund immens: Wer die Morgenroutine von Hal Elrod adaptieren will, braucht einen eisernen Willen – gerade in der ersten Woche. Doch es scheint Licht am Ende des Tunnels: Die US-Psychologin Dawna Markova hat herausgefunden, dass Menschen rund zwei Wochen brauchen, um sich an Neues zu gewöhnen. Also: Einfach durchhalten!