Junge Frau sitzt gespannt auf einer Couch mit Popcorn und Fernbedienung in den Händen

Serie vs. Reality: So sind die Jobs Deiner Lieblingscharaktere wirklich

Die Jobs unserer Serienstars verleiten uns manchmal zum Träumen. Sie haben scheinbar alles: die perfekte Work-Life-Balance, Selbstverwirklichung und ein Mega-Gehalt – oder zumindest eines davon. In der Realität, sieht das aber häufig anders aus. 

Also lasst Euch nicht hinters Licht führen. Eines ist klar: Jeder Job hat seine Schattenseiten.

Der Architekt: Ted Mosby

Achtung, Einsturzgefahr: Wer wie Ted Mosby sein Leben dem Planen und Entwerfen von Bauwerken verschrieben hat, weiß, dass der Traum vom eigenen Wolkenkratzer häufig unerfüllt bleibt. Schon an der Uni kämpfen Studenten mit falschen Erwartungen gegen die hohe Drop-out-Quote an. Fertig mit Studium, geht es ans Eingemachte. Nachtschichten mit Pizza und ein Jahresgehalt von rund 34.000 Euro Brutto pro Jahr sind durchaus die Realität. [1] Durch die schwankende Auftragslage sind viele Architekten selbständig oder freiberuflich tätig. Heißt: unbezahlte Überstunden und weniger Sicherheit.

Der Anwalt: Saul Goodman

Mit krummen Dingern zum Erfolg und „knallharte“ Verhöre in der Gefängniszelle ­– das geht nur in der Serie „Better call Saul“. Im wahren Leben brauchen Anwälte in den ersten Berufsjahren vor allem eines: jede Menge Sitzfleisch. Sie gelten zwar als angesehene Berufsgruppe, doch die Wohnungssuche wird für Anwälte schnell zur Farce. Wer will schon einen Mieter der in allen rechtlichen Belangen überlegen ist?

Auszahlen tut sich der lange Leidensweg aber allemal. Bei Großkonzernen wie McKinsey, BMW oder Deutsche Bank winken Einstiegsgehälter jenseits der 80.000 Euro Brutto jährlich. In Kanzleien wie Milbank Tweed Hadley & McCloy oder Sullivan & Cromwell sogar mehr als 120.000 Euro. [2]

Die PR-Managerin: Samantha Jones

Nein, der Berufsalltag eines PR-Managers besteht nicht hauptsächlich aus Shopping und feinen Cocktailpartys zum „Networken“. Vor allem die Kollegen in Agenturen haben mit allerhand „schwierigen Kunden“ zu kämpfen. Gute PR für ein Atomkraftwerk? Ja, was muss, das muss. Die Glücklichen, die in einem Unternehmen das Amt des PR-Managers bekleiden, werden hingegen gerne mit der Kummerhotline verwechselt. Nette Beschimpfungen weit unter der Gürtellinie inklusive.

Der Arzt: Dr. Jonathan Michael Dorian aka. J.D.

Pimp-Partys gehören nicht in den Arbeitsalltag von Ärzten. Bei cholerischen Oberärzten und böswilligen Hausmeistern legen wir uns aber nicht fest. Fakt ist, die Ausbildung zum Mediziner zählt zu den schwierigsten und langwierigsten. Hinzu kommen 24-Stunden-Schichten, psychische Belastungen und ein hohes Stresslevel. Dass Burn-Out in keinem anderen Beruf ein so allgegenwärtiges Problem darstellt, ist wenig verwunderlich. Das Einstiegsgehalt liegt im Schnitt zwar bei 53.000 Euro Brutto pro Jahr – dafür sind Fehler tabu. [3]

Die Hotel-Managerin: Lorelai Gilmore

Der Kaffeekonsum der Lorelai Gilmore kommt dem einer Hotel-Managerin im realen Leben schon nahe. Das war es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Wochenenddienste und Arbeitszeiten jenseits von 40 Stunden sind normal. Besteht Personalmangel, mutiert die Managerin zum Mädchen für alles. Dass in der Gastronomie- und Tourismusbranche ein etwas rauerer Wind als im Dragonfly Inn weht, dürfte auch allseits bekannt sein.

Quellen: [1] absolventa.de [2] gehaltsreporter.de [3] zeit.de