Mann mit kariertem Hemd lehnt sich im Stuhl zurück und genießt die Aussicht

Richtig abschalten: In 3 Schritten zum besseren Feierabend

8 Stunden gescheffelt – endlich frohlockt der Feierabend. Warum Du Deine Arbeit nicht nach Hause mitnehmen solltest und was Du tun kannst, damit Dein Oberstübchen so richtig abschalten kann, wird hier verraten.

Endlich Feierabend. Hasta la vista, Kollegen!? Doch so easy klappt es mit dem Abschalten nicht immer –­ etwa wenn Deine Gedanken um berufliche Probleme kreisen. Dann nämlich reagiert Dein Körper, als wäre er noch immer am Arbeitsplatz. Er schüttet munter weiter Stresshormone aus. Dein Blutdruck steigt, die Immunabwehr ist geschwächt, die Verdauung gestört. All das macht Dir zu schaffen, obwohl Du doch eigentlich zur Ruhe kommen solltest.

Das Argument für den pünktlichen Feierabend

Forscher haben herausgefunden, dass wir sechs Stunden pro Tag produktiv arbeiten können[1]. Mit jeder weiteren Stunde, die Du investiert, obwohl Du eigentlich relaxen solltest, sinkt also Deine Effizienz. Bedeutet: Es ist sinnvoller, Feierabend zu machen und die Aufgabe am nächsten Morgen mit frischer Energie anzugehen.

Das gilt übrigens auch für die „Big Bosse“. Denn je herausfordernder der Job, desto häufiger die Sache mit dem „Nicht abschalten können“.

Das Problem kommt Dir bekannt vor? Keine Panik, ruhig Blut. Wir sorgen für Deine Ruhe. Daher folgen hier verifizierte Tipps, damit der Absprung gen Feierabend auch klappt.

1. Die Tagesplanung am Vortag

Strukturiert gen Morgen: Die Grobplanung für den darauffolgenden Tag sollte Dein letzter Arbeitsakt sein. So kannst Du auch wesentlich besser abschalten. Und so gehen Dir in der Freizeit keine tausend Gedanken mehr durch den Kopf, was Du am nächsten Tag noch alles erledigen musst.

2. …dann mit einem Ritual gen Feierabend

Dein Feierabend kann Dir nur dann die notwendige Erholung bieten, wenn Du diesen auch als solchen behandelst. Das bedeutet: Du bist nun nicht mehr erreichbar, checkst nicht Deine beruflichen Mailaccounts und versuchst auch nicht mehr über noch ausstehende To-Dos nachzudenken.

Es kann helfen, wenn Du Dir zum Einläuten des Feierabends ein festes Ritual angewöhnst. Rituale geben Sicherheit und Orientierung. Das Gehirn gewöhnt sich an solche Traditionen. Es weiß dann früher oder später: Aha, jetzt ist Feierabend!

Probiere es doch mal mit dem Gedanken-Müllplatz: Das ist ein Ort, an dem Du bei Bedarf gedanklich den gesamten Ärger des Tages ablädst. Ob Wiese, ein Parkplatz oder die Garage: Es sollte ein Platz sein, an dem Du täglich bei Deinem Nachhauseweg vorbeikommst. Dort lädst Du also ganz bewusst alle negativen Emotionen und Gedanken, Ärger und Stress ab – und Dein Oberstübchen war nie freier!

3. Und vor allem: Den Gegenpol zur Arbeit finden

Das schnellste Mittel, um Distanz zu gewinnen, Stresshormone abzubauen und die Gedanken von der Arbeit loszureißen, ist Bewegung. Laufen ist die beste Power-Erholung: kein klingelndes Telefon, kein drängelnder Chef, nur Du, Deine Turnschuhe und die Lieblings-Playlist.

Übrigens: Wer regelmäßig läuft, hält sich nicht nur fit, sondern kurbelt beiläufig die Libido an, so bestätigen es Sportmediziner[2]. Das steckt dahinter: Joggen beeinflusst den Gehirnstoffwechsel positiv und sorgt für einen aphrodisierenden Hormonmix.

Wenn Dich der Gedanke an eine Joggingrunde trotzdem graust, dann setz auf Yoga, Pilates, Meditation & Co. Feierab… Ohhhmmm.

[1] arbeits-abc.de
[2] medizinpopulaer.at