Bewerber mit grauem Pulli rückt den Krawattenknoten zuercht

Praktikum und Studium? Diese 6 Tipps helfen wirklich

Zu vielen Studiengängen gehören Praktika dazu. Als sogenannte Pflichtpraktika sind sie in der Studienordnung festgeschrieben und ein Soll der zu erbringenden Leistungen. Aber Praktika sind nicht nur notwendiges Übel, sondern erlauben Euch auch einen Blick in die Arbeitswelt zu werfen. Sie können hilfreich bei der späteren Karriereplanung sein und geben Euch die Möglichkeit, schon frühzeitig während Eurer akademischen Ausbildung Kontakte zu knüpfen. Ganz praktisch also so ein Praktikum und wichtig, um Erfahrungen zu sammeln – auch oder gerade wenn es nicht vorgeschrieben ist.

Gemeinsam mit der Personalmarketing-Agentur Junges Herz präsentieren wir 6 Tipps, wie Ihr Euch ohne Umwege auf die Suche nach dem passenden Praktikum begeben könnt.

Online Praktikumsbörsen

Informationen rund um Praktika und natürlich – ganz wichtig – wer wo welche anbietet, findet Ihr selbstverständlich bei des modernen Menschen bestem Freund: Im Internet. Hier könnt Ihr Euch zahlreicher Praktikumsbörsen bedienen und gezielt nach Branchen, Region, Startzeitpunkt und Dauer recherchieren. Bekanntere Plattformen sind z. B. absolventa.de, connecticum.de und meinpraktikum.de. Aber auch in der online Datenbank der Bundesagentur für Arbeit findet Ihr eine große Anzahl von angebotenen Praktika. Hier ist es letztlich Euch überlassen, welche Seiten Euch sowohl inhaltlich als auch aus dem Blickwinkel der Nutzerfreundlichkeit am meisten ansprechen.

Karriereseiten der Unternehmen

Ihr habt schon eine Branche oder spezielle Unternehmen ins Auge gefasst? Dann lohnt sich der Blick auf die Karriereseiten und Jobportale dieser Firmen. Auch hier werden offene Praktika und studienbegleitende Tätigkeiten von vielen Unternehmen eingepflegt, sodass Ihr Euch im Handumdrehen einen Überblick verschaffen könnt. Häufig sind diese direkt mit einem Bewerbungstool verknüpft. Es kann sich also lohnen, wichtige Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnis o. ä.) zum Upload „griffbereit“ zu haben.

Persönlicher Kontakt vor World Wide Web?

Ihr wollt Euch lieber einen ersten Eindruck vom Unternehmen verschaffen, bevor Ihr Euch um ein Praktikum bewerbt? Dann sind die diversen Kontakt- und Bondingmessen on oder off Campus eine ideale Gelegenheit, die Praktikumslandschaft um Euch herum kennenzulernen. Gleichzeitig habt Ihr die Möglichkeit, mit Mitarbeitern zu sprechen und bekommt so schon einen kleinen Eindruck, ob das ein oder andere Unternehmen zu Euch passen könnte und Ihr zu ihm.

Kontakte der Professoren

Häufig vergessen, aber eine gute Bank, die man zu Rate ziehen kann: Eure Professoren. Im Laufe ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit haben sie viele Kontakte aufgebaut. Ihr müsst Euch nicht schlecht fühlen, wenn Ihr sie auf das Thema ansprecht. Denn auch Unternehmen wissen um den direkten Zugang und die Vorteile, die Ihnen dieses Netzwerk aus Universitäts- und Hochschulprofessoren sowie Lehrbeauftragten bietet. Häufig sprechen diese Eure Profs direkt auf der Suche nach vielversprechenden jungen Talenten an, wenn Sie Praktika zu vergeben haben. Hier solltet Ihr im Falle eines Falles nur Euren Namen entsprechend ins Spiel bringen. Bittet Euren Prof doch auch gleich um eine kleine formlose Empfehlung – dann solltet Ihr das Praktikum schon in der Tasche haben.

Initiative gefragt

Euch interessiert ein Praktikum bei einem kleineren, vielleicht besonders spezialisierten Unternehmen oder einer Einrichtung in der Nähe, die nicht über die Ressourcen für große Webauftritte verfügen und keine Karriereportale pflegen? Dann solltet Ihr Eigeninitiative an den Tag legen. Bevor Ihr aber Zeit und Mühe in die Ausformulierung eines Motivationsschreibens steckt, lohnt sich ein Anruf bzw. eine persönliche Nachfrage vor Ort. Dies gibt Euch die Gelegenheit, gleich noch ein paar Fragen loszuwerden und falls der Zeitpunkt günstig ist, direkt in einen kurzen Austausch einzusteigen. Bereitet Euch also immer auf diese Eventualität vor, überlegt Euch drei, vier Fragen, die Euch interessieren und seid für die eine oder andere Gegenfrage gewappnet. Denkt bitte daran, dass oftmals der erste Eindruck ein bleibender ist. Also ganz egal, ob am Telefon oder im Vier-Augen-Gespräch, vergesst eure gute Erziehung nicht.

In die weite Welt

München, Köln, Berlin, Göttingen, Dresden, Fulda oder Jena kann jeder? Ihr wollt in die weite Welt hinaus? Dann helfen euch zum Beispiel die Seiten des DAAD, vom GIZ oder der Goethe Institute weiter. Auch viele Austauschorganisationen und Stiftungen haben sich auf die Vermittlung von Praktika im internationalen Ausland spezialisiert und unterstützen Euch dabei, entsprechende Kontakte zu erschließen und Praktikumsstellen zu finden. Gemeinsam mit Ihnen könnt Ihr Euch auch richtig auf die Reise und die Ankunft vorbereiten. Mitunter werden diese Plätze/Angebote auch durch Stipendien gefördert, sodass Sie finanziell kein zu tiefes Loch in Eure Kasse reißen sollten. Ein Praktikum im Ausland muss also aus finanziellen Gründen keine Wunschvorstellung bleiben.

Nicht vergessen: Habt Ihr ein Praktikum in Aussicht, geht vorab auf kununu.com und informiert Euch über den potentiellen Arbeitgeber. So erhaltet Ihr Einblicke in Bewerbungsprozesse und authentische Erfahrungsberichte von anderen Bewerbern sowie Tipps direkt vom Unternehmen.

Über den Tippgeber Jakob Osman

Jakob Osman ist Experte im Bereich Employer Branding. Er ist Agenturleiter der Employer Branding Agentur Junges Herz. Sein Team entwickelt maßgeschneiderte Kampagnen für Unternehmen, Verbände und öffentliche Körperschaften.

Über Junges Herz

Die Personalmarketing-Agentur Junges Herz berät Unternehmen vorwiegend im Ausbildungsmarketing. Sie sorgt also dafür, dass Unternehmen ihre Ausbildungsplätze mit qualifizierten Bewerbern besetzen können. Weitere Informationen über die Agentur findest du hier.