Roboter in einer Fabrik

Der Futuromat verräts: Macht bald ein Roboter Deinen Job?

Automatisierung und Digitalisierung verändern die Arbeitswelt. Bis 2020 sind in Deutschland 5 Millionen Jobs gefährdet. Wie groß ist das Risiko für Dich? Und kannst auch Du durch eine Maschine ersetzt werden? So findest Du es heraus.

Roboter bedrohen unsere Jobs

Sie tragen so putzige Namen wie Fifi und Yumi und eigentlich sollten sie uns das Leben erleichtern. Doch machen uns nun die sympathischen, kleinen Helferlein stattdessen unsere Arbeitsplätze streitig?

Viele Fakten sprechen dafür: Fabriken sind bereits zu großen Teilen menschenleer. Jetzt sind auch Büros und Verwaltungen gefährdet. Und hier insbesondere Angestellte mit standardisierten Aufgaben, die leicht automatisiert werden können.

Der Job-Futuromat der ARD zeigt, wie groß das Risiko für die einzelnen Berufsgruppen ist. Eine Datenbank analysiert automatisch anhand des eingegebenen Berufs dessen „Automatisierbarkeit“. Das Ergebnis gibts in einer Prozentzahl. Die Daten dazu haben die Bundesagentur für Arbeit (BA) und ihre Denkfabrik – das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) – geliefert[1].

Die Anwendung

Gibt man beispielsweise „Finanzbuchhalter“ ein, spuckt der Futuromat folgendes Resultat aus:

Der Futuromat zeigt folgendes Resultat an: 75 % der Tätigkeiten in diesem Beruf könnten schon heute Maschinen übernehmen.

Düster schaut es zum Beispiel auch für Bäcker oder Kassierer aus.

Resultat für Bäcker: 100 % Automatisierbarkeit

Resultat für Kassierer: 100 % Automatisierbarkeit

Trotzdem: Uns wird es immer brauchen

Die Initiatoren des Tools machen allerdings klar: Dass ein Job aus technischer Sicht ersetzt werden könnte, heiße noch nicht, dass er das auch wirklich werde. Fifi und Yumi werden nie ganz selbstständig sein. Es wird immer Tätigkeiten geben, die nur von Menschenhand ausgeführt werden können.

Nehmen wir nochmal den Finanzbuchhalter: Nur 6 der 8 Tätigkeiten, aus denen der Beruf besteht, können von Maschinen übernommen werden. Spezialisiert sich ein Buchhalter auf die anderen beiden Tätigkeiten – Controlling und Steuerrecht – macht er sich praktisch unersetzbar.

Mit Schiebereglern lässt sich das Job-Profil im Futuromat anpassen. So liegt bei einem Finanzbuchhalter mit folgendem Profil die Automatisierbarkeit nur noch bei 25 %.

Jobprofil für einen Finanzbuchhalter mit Schwerpunkt auf Controlling und Steuerrecht

 

Mach den Selbsttest mit dem Futuromat: Kannst Du durch eine Maschine ersetzt werden?

 

[1] heise.de