Vorhängeschlösser, die an einem Gitter befestigt sind.

Karrierebremse: Unternehmenstreue

Unternehmenstreue: der Stoff aus dem Arbeitsbeziehungen sind. Schnell mal einem besseren Angebot folgen? Aktuelle Studien zeigen, dass deutsche Angestellte sich davon nicht reizen lassen. Denn Beschäftigte in Deutschland halten ihrem Arbeitgeber gern die Treue. Das statistische Bundesamt hat ermittelt, dass knapp die Hälfte bereits seit mindestens zehn Jahren beim selben Unternehmen arbeitet.[1]

Doch wie in jeder Beziehung läuft nicht immer alles rund. Hast Du das Gefühl auf der Stelle zu treten oder dass jedes Vorankommen zäh wie Kaugummi ist? Dein hohes Engagement wird nicht wertgeschätzt und trotzdem bleibst Du bei der Firma. Dann hast Du ein Problem und das nennt sich: Unternehmenstreue. Wenn Dein Freund Dich belügt und hintergeht – würdest Du ja auch nicht bei ihm bleiben, oder? Warum dann beim Arbeitgeber?

Wenn sich Unternehmenstreue nicht lohnt

Dass Loyalität Unternehmen zusammenhält ist schon längst kein Geheimnis mehr. Und wir finden, dass Unternehmenstreue keineswegs schlecht ist. Doch bedenke: Loyalität ist keine Einbahnstraße. Warum solltest Du ständig Überstunden schieben oder auf Deine wohlverdiente Mittagspause verzichten – wenn vom Arbeitgeber nichts zurückkommt? Die größten Loyalitätskiller sind nämlich oftmals hausgemacht: emotionale Kälte, Vertrauensschwund und ständige innerbetriebliche Umstrukturierungen. That sucks! Also beherzige unseren Tipp: Sei Dir selbst der Nächste.

Wer Loyalität will, muss diese vorleben und fördern. Und wenns passt, dann passts. Doch in der Arbeitswelt ist „die eine ewige Liebe“ meist nur (r)eine Illusion. Außerdem ist es schon fast ein Unding in einer Welt der Digitalisierung, einem einzigen Unternehmen die Treue zu schwören.

Wann Du auf Unternehmenstreue pfeifen solltest

Viele Arbeitnehmer haben es am eigenen Leib miterlebt: Loyalität lohnt sich nicht immer. Was das Fass zum Überlaufen bringt und ab wann Du Deinem Unternehmen den Rücken kehren solltest, gibts in unserer Aufzählungsliste. Los gehts:

#Du wirst überhaupt nicht wertgeschätzt

Nicht gemeckert ist genug gelobt – nach diesem Grundsatz handeln viele Führungskräfte. Kommt Dir bekannt vor? Kennst du das Gefühl, dass niemand Deine Leistung würdigt? Fakt ist: Mangelnde Anerkennung kann den Job zur Hölle machen. Wenn Du absolut nicht mehr gepusht wirst, dann sollten bei Dir die Alarmglocken läuten. Unternehmenstreue, hin oder her.

#Du bist frustriert

Traurig aber wahr: Aus fehlender Wertschätzung resultiert logischerweise Frust. Was tun, wenn der Job nur noch nervt? Unzufriedenheit regiert Deinen Arbeitsalltag. Dann ist es an der Zeit, die Firma wie heiße Kartoffeln fallen zu lassen. Unternehmenstreue zahlt sich hier echt nicht aus.

#Du wirst ausgebeutet

Geben, geben, doch es kommt einfach nichts zurück. Dein tägliches Motto: Arbeiten am Limit. Denn oft ist es nicht die Arbeitsmenge, die das Fass zum Überlaufen bringt – sondern die Arbeitsbedingungen, die Stress verursachen. Ständige Erreichbarkeit und lächerliches Gehalt sind nur die Spitze vom Eisberg. Bis hierhin und nicht weiter. Denn wo Schluss ist, ist Schluss. Daran erkennst Du, ob Du im Job ausgebeutet wirst.

Unternehmenstreue, hin oder her: Wenn alle Punkte zutreffen, dann ist es an der Zeit neue Wege zu gehen… Bleibe nicht aus Gewohnheit oder einem schlechten Gewissen bei Deinem Arbeitgeber. Sag nein, denn nur so kannst Du der Karrierebremse Unternehmenstreue einen Strich durch die Rechnung machen. Wer weiß, vielleicht kommt ja etwas Besseres auf Dich zu?!

 

Quellen:
[1]spiegel.de