30 Stunden Arbeit, rund 90  digitale Köpfe, 21 Projekte: Das war der Burda Hackday 2016.

Burda Hackday: Wo Coden rockt

Es wurde gecodet, gebrainstormt und gepitcht: Beim Burda Hackday arbeiteten Programmierer, Developer und Designer gemeinsam an Ideen für die Arbeitswelt von morgen. Wer uns mit welcher Idee zu Begeisterungsrufen brachte, erfahrt Ihr im Interview.

„The future of work“ – so lautete das Motto des diesjährigen Burda Hackday, der bereits in die vierte Runde ging. Für Nicht-Eingeweihte liefern wir die Übersetzung gleich mit: Bei einem Hackday arbeiten Interessierte gemeinsam im Team und innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne an einem Projekt. So auch im April in München: Programmierer, Business Developer und Designer tüftelten ein ganzes Wochenende lang an Ideen, die die Arbeitswelt der Zukunft bereichern sollten. Im Fokus standen diesmal die Fragen: Wie wird unser Office von morgen aussehen? Wie werden wir kommunizieren? Und welche Fähigkeiten werden wir brauchen?

Ade Schweiß, hello Freudentränen

Auf die Suche nach Antworten machten sich 21 Teams mit maximal je fünf Teilnehmern. Innerhalb von 30 Stunden konzipierten und programmierten sie Apps, Prototypen und Datenvisualisierungen. Das Themenspektrum der entstandenen Projekte umfasste dabei alle Bereiche der Arbeitswelt – von der effizienten Teamkommunikation und der Vermittlung von Freelancern bis hin zu innovativen Recruitment-Methoden.

Nach dem Coden stellten alle Teams ihre Ergebnisse vor. Zuvor gab es noch Starthilfe: In Workshops lernten die Teilnehmer unter anderem, wie sie ihre Ideen richtig pitchen oder wie sie ein Produkt entwickeln, das Kunden unbedingt kaufen möchten.

In der Kürze liegt bekanntlich die Würze – und so blieben den Teams jeweils nur drei Minuten, um sowohl die Idee als auch das entwickelte Produkt zu präsentieren. Die berühmte Qual der Wahl hatten dann fünf Experten. Sie mussten aus all den genialen Ergebnissen die Gewinner auswählen.

Für uns auf dem Treppchen: Moodivation

Die glücklichen Gewinner unserer kununu Challenge: Thilo und Mark.

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Die Beiden entwickelten eine App, die Mitarbeiter dazu motiviert, dass sie ihre Arbeitgeber bewerten. Und weil niemand die App so gut kennt wie ihre „Schöpfer“, haben wir zum Interview gebeten. Voila:

Applaus, Beifall und nochmals Glückwunsch zum Sieg der kununu Challenge! Was sagt denn das persönliche Stimmungsbarometer, wenn Du an den 4. Burda Hackday zurückdenkst?
Thilo: Ich denke mit viel Freude zurück. Nicht nur weil wir einen tollen Preis bekommen haben, sondern vor allen Dingen auch an die Atmosphäre, den Austausch mit anderen Entwicklern und die tolle Organisation.

Verrate uns doch: Wie kommt man zum Coden?
Ich programmiere bereits seit meinem 17. Lebensjahr. Damals habe ich vorwiegend gespielt. Als dann Mitschüler anfingen eigene Spiele zu schreiben und die ersten Internetseiten „hip“ wurden, habe ich mich immer mehr damit beschäftigt.

Welche zwei Eigenschaften sollte ein guter „Hacker“ mitbringen?
Neugierde und Ehrgeiz.

War der 4. Burda Hackday Dein erster Hackathon oder hattest Du schon Erfahrung mit solchen Veranstaltungen?
Der Hackday war mein erster Hackathon dieser Größe. Vorher habe ich noch an einem firmeninternen Hackathon teilgenommen. Dieser war aber etwas anders organisiert, sodass der Burda Hackday sich für mich trotzdem sehr neu und aufregend angefühlt hat.

Glaubst Du, dass solche Veranstaltungen die Entwicklung von neuen Produkten und Services beschleunigen?
Ich denke schon, dass solche Veranstaltungen geeignet sind, neue Impulse in die Unternehmen zu tragen. Das gelingt, wenn Unternehmen nicht nur Technologie zur Verfügung stellen, sondern eben auch eigene Entwickler. Auf dem letztgenannten Weg kann man wertvollen Input erhalten, der vielleicht nicht unmittelbar, aber langfristig in die Produktentwicklung fließen kann.

Drei Worte, die den Burda Hackday gut beschreiben…?
Innovativ, aufregend, gut organisiert.

Was hat Euch an der kununu Challenge besonders gereizt? Liegt Dir das Thema Transparenz am Arbeitsmarkt denn besonders am Herzen?
Ich hatte im Vorfeld schon öfter von kununu gehört und auch bei meinem eigenen Jobwechsel den neuen Arbeitgeber auf der Plattform angeschaut. Dabei ist mir damals schon aufgefallen, dass eine zusammengefasste Schulnote nur bedingt aussagekräftig sein kann. Die Idee war also schon lange in meinem Kopf – und der Hackday wurde zur idealen Gelegenheit, um daran zu arbeiten.

Jetzt gehts ans Eingemachte: WAS habt Ihr programmiert? Erklär doch bitte mal kurz die Idee.

Unsere Idee ist ein Stimmungsbarometer der eigenen Mitarbeiter. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass ein Unternehmen aufgrund unpopulärer Maßnahmen – wie beispielsweise betriebsbedingten Entlassungen – schlechte Bewertungen erhält. Diese sind ja dauerhaft gespeichert und werden zu einer Zahl zusammengefasst. Wenn nach einiger Zeit keine neuere Bewertung eingegangen ist, dann spiegelt das nicht wirklich die aktuelle Stimmung im Unternehmen wider. Unser Ansatz war  zu sagen: Wieso wird nicht kontinuierlich die Stimmung der eigenen Mitarbeiter mit einer einfachen Skala von gut-mittel-schlecht erfragt? Diese Ergebnisse lassen sich nämlich in einer Trendkurve auf dem Profil der Firma auf kununu darstellen. Für diese Idee haben wir dann im Rahmen des Hackathons alle Voraussetzungen geschaffen, damit sich diese leicht umsetzen lässt.

Für Euren tollen Beitrag konntet Ihr ja unter anderem eine NERF Gun absahnen. Hand aufs Herz: Legst Du das neue Lieblingsspielzeug überhaupt noch aus der Hand?
Es hat einen Ehrenplatz direkt hinter meinem Schreibtisch und wenn sich jemand meiner Gun nähert, gibts Saures!

Besten Dank und weiterhin alles Gute.

Fotos: Hurbert Burda Media