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Generationenfrage Job: die Arbeitswelt der Generation Y

Unbescheiden und überkritisch, bemängeln die einen. Qualitätsbewusst und reflektiert, loben die anderen. Keine Frage, die Generation Y sorgt derzeit für frischen Wind am Arbeitsmarkt. Im direkten Vergleich zeigt sich deutlich, wie sich die Einstellung zu Berufstätigkeit und Arbeitswelt im 20. und 21. Jahrhundert geändert hat.

Für die Baby Boomer (*1945 bis 1964) ist der Lebensmittelpunkt definitiv der Arbeitsplatz. Work-Life-Balance? Nie gehört! Ausgeprägte Loyalität in Bezug auf ihren Arbeitgeber und hohe Gewichtung von Sicherheit und Stabilität kennzeichnet ihren Karriereweg von Anfang bis Ende.

Bei der ehrgeizigen Generation X (*1965 bis 1980) ist Arbeit Mittel zum Zweck und der beste Weg zum Erfolg. Ihr Arbeitsleben ist geprägt von kompromissloser Produktivität und Wettbewerb um Status und Erfolg.

Wieder eine Generation später betrachtet man das Thema Job bedeutend entspannter. So soll die Arbeit vor allem sinnvoll sein und Abwechslung sowie genügend Freiraum bieten, gibt die Generation Y (*1980 bis 2000) an. Selbstverwirklichung steht an oberster Stelle, jedoch ist die Generation Y ebenso durch ausgezeichnete Vernetzung, Teamgeist und Toleranz geprägt.

Den Wohlfühlfaktor kann man nicht kaufen

Arbeit muss Spaß machen. Arbeit soll uns nicht nur finanziell, sondern auch persönlich weiterbringen. Wir wollen uns schließlich selbst verwirklichen. Aussagen, bei denen sich den Chefs der Babyboomer-Generation die Haare gesträubt hätten, sind die Kernthemen der Generation Y.
„Es gibt, um ein willkürliches Beispiel zu nennen, genügend High-Potentials, die ihre Karriere nach ihren ganz privaten Vorstellungen ausrichten und das Angebot einer Führungsposition bewusst ablehnen“ berichtet eine Personalmanagerin. „Wir spüren in der HR-Branche deutlich eine Umorientierung weg von Status in Richtung Lebensqualität.“ Will heißen: was junge Bewerber interessiert, sind nicht nur die Randdaten eines potentiellen Arbeitgebers, sondern ein ungeschminkter Einblick in die Unternehmensphilosophie. Das Making-of des Arbeitsalltags sozusagen.

Personaler und Bewerber, aufgepasst!

Niemand weiß besser als ehemalige oder derzeitige Mitarbeiter, welche Vorzüge und Stärken, aber auch Nachteile ein Arbeitgeber aufweist. Und niemand kann glaubwürdiger von einer Sache berichten, als jemand, der aus Erfahrung spricht. Unternehmen setzten aus diesem Grund zur Verbreitung ihrer individuellen Stärken immer mehr auf die Referenzen ihrer Mitarbeiter,  holen aktiv Feedback ein und ergänzen dieses durch eigene Informationen.

Fazit

Die Generation Y hat einen Meilenstein für die Transparenz gesetzt, von dem Angestellte und Unternehmen gleichermaßen profitieren. Unerlässlich für die Zukunft sind aber außerdem dauerhafte Maßnahmen für generationsübergreifende Zufriedenheit, um ein  angenehmes und motivierendes Teamklima zu erzeugen.