Junger Essenslieferant auf einem Fahrrad

Ein Tag im Leben eines Essenslieferanten

Pizza, Schnitzel oder asiatisch – mit nur wenigen Klicks bestellen wir uns alles was das Schlemmer-Herz begehrt bequem nach Hause. Essenslieferanten sind sozusagen die tapferen Ritter der Neuzeit, die uns Bürohocker mit wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und den nicht ganz so gesunden Transfetten versorgen. Eines dieser eleganten Geschöpfe auf zwei Rädern ist Max. Er ist der wohl sympathischste und zugleich schönste Essenslieferant im grantigen Wien. Bevor Ihr also das nächste Mal mit dem Trinkgeld knausert, lest zuerst, wie ein typischer Arbeitstag in Leben eines Essenslieferanten aussieht. Mahlzeit.

Wann stehst Du an einem typischen Arbeitstag auf?

Da der Job als Lieferant meinen Alltag als Nebentätigkeit zum Studium ergänzt, sind meine Arbeitszeiten stark von meinen Terminen an der Uni abhängig und somit recht spontan und von Woche zu Woche unterschiedlich geregelt. Dementsprechend stehe ich je nach Vorlesungsbeginn, meist zwischen 7 und 9 auf.

Wann kommst Du in der Früh in die Arbeit?

Arbeitsbeginn ist meist zur Mittags- oder Nachmittagszeit. Es werden zeitlich gestaffelte Schichten angesetzt, unter denen für mich als Student nur die zur Mittags- oder Nachmittagszeit beginnenden in Frage kommen. „Morgenstund hat Gold im Mund“ – hat für mich daher wenig Bedeutung…

Was machst Du als Erstes, wenn Du in der Arbeit ankommst?

Als erstes wird das Hauptwerkzeug für meine Tätigkeit, der Drahtesel, inspiziert. Die Kühl- bzw. Wärmebox angebracht und ich logge mich in die, für die Koordination mit der Bestellannahme nötige, betriebseigene App ein. Und los geht’s!

Was sind Deine Hauptaufgaben bei der Arbeit?

Meine Hauptaufgabe ist das Abholen und Ausliefern der bestellten Ware. Der unbeschadete Transport über „Stock und Stein“, wie auch die Lieferzeit sind wichtig. Gegenspieler meinerseits sind daher der Verkehr wie auch Pflaster- und Bordsteine!

Welche Aufgaben machst Du am liebsten?

Den Reiz machen wohl am ehesten das Fahrradfahren durch Wien, das damit verbundene Kennenlernen der Stadt, ihrer Straßen und Bezirke (als zugezogener sehr praktisch), sowie der Kontakt mit höflichen Kunden aus.

Welche Aufgaben sind bei Dir weniger beliebt?

Ich kann mich über meine Aufgaben im allgemeinen wirklich nicht beschweren. Sehr lange Lieferwege und der damit verbundene zeitliche „Druck“ sind vielleicht das Einzige, was in diesem Zusammenhang zu nennen wäre.

Was stresst Dich während Deiner Arbeit am meisten?

Für den Transport auf dem Rad nicht sonderlich gut verpacktes Essen, gestresste Verkehrsteilnehmer und unfreundliche Kunden können mal auf die Stimmung schlagen. Aber im Großen und Ganzen hilft das Radeln, vorallem bei schönem Wetter, auch dagegen Wunder!

Wann beendest Du normalerweise Deinen Arbeitstag?

Das ist vom Schichtanfang bzw. -ende abhängig. Vom frühen Abend bis ca. 23 Uhr ist dann in der Regel Feierabend.

Warum besitzt Du eine Leidenschaft für Deinen Job?

Den Spaß an meinem Job macht zum größten Teil das Radfahren und unsere schöne Stadt Wien aus. Von Leidenschaft zu sprechen wäre vielleicht zu viel des Guten.

Wie bist Du zu Deinem Job gekommen?

Ich bin über einen Facebook-Post eines Freundes aufmerksam auf den Job geworden.

Hast Du für Deinen Job eine bestimmte Ausbildung absolviert?

Besondere Qualifikationen waren nicht von Nöten. Ein freundliches Auftreten und eine gewisse Grundfitness sind natürlich von großem Vorteil.

Welche Aktivitäten unternimmst Du als Ausgleich zu Deinem Job?

Ich würde meinen Job eher als Ausgleich für den teilweise trockenen und anstrengenden Unialltag sehen. Das Radeln und die Zeit an der frischen Luft sind immer eine gute Abwechslung zum „Büffeln“ in sauerstoffarmen Bibliotheken.

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