Die „Magic 5“: Das berechtigt Deinen Boss zum Boss-Sein

First things first: Dass Dein Chef kein Psychopath ist, hast Du längst erkannt. Du fühlst Dich gesegnet, denn eigentlich lümmelt da eine coole Socke im größten Büro. Ja, alles was es braucht, um eine gute Führungskraft zu sein, ist die dominante Stellung innerhalb einer Gruppe oder Organisation. Dein Chef ist das Alphatier. Ist die Lage auch noch so verzwickt – auf ihn hört der Rest, er wirds gewiss richten. Zumindest spiegelt dies das allgemeine Verständnis der Position.

So einfach ist es aber nicht. Denn was eine gute Führungskraft kann, hat wenig mit dem zu tun, wer auf Big Boss hört oder wer ihm schwanzwedelnd nachläuft. Vielmehr kommt es darauf an, welchen Einfluss der Vorgesetzte auf Dich und Deine Kollegen hat.

Hat Dein Vorgesetzter was auf dem Kasten, läufts im Unternehmen

Unsere Daten zeigen, dass Vorgesetzte, die sich unterstützend für ihre Angestellten einsetzen, einen echten Unterschied machen.

  • Bei den am besten bewerteten Arbeitgebern auf kununu (4 Sterne oder höher) liegt die durchschnittliche Bewertung für „Vorgesetztenverhalten“ bei 4,47 Sternen.
  • Bei den am schlechtesten bewerteten Arbeitgebern auf kununu (2 Sterne oder weniger) liegt die durchschnittliche Bewertung für „Vorgesetztenverhalten“ bei 1,11 Sternen.

Die Zahlen beweisen: Die Arbeitgeber, die von ihren Mitarbeitern einen hohen kununu Score zugesprochen bekamen, sahnen auch bessere  „Vorgesetzenverhalten“-Scores ab. Mit anderen Worten: Bei den Top-Arbeitgebern sind die besten Führungskräfte an Bord.

Was Top-Vorgesetzte gemeinsam haben

Doch welche Qualitäten muss ein guter Chef besitzen, um wirklich ein „Big Boss“ zu sein? Was macht echte Leadershipkompetenz aus? Die 5 wichtigsten Skills haben wir in unsere Übersicht gepackt. Los gehts:

 

1. Widerstandsfähigkeit

…auch besser bekannt als „dickes Fell“. Nicht zuletzt schützt eben diese Widerstandsfähigkeit Deinen Chef vor psychischen Belastungen wie dem Burn-out.

2. Transparenz

Jeder weiß, dass transparentes Arbeiten produktiver macht. Ein besserer Austausch mit den Kollegen und  ein schnellerer Informationsfluss werden so möglich. Hinzu kommt: Wer ehrlich ist und keine Fragen offen lässt, gewinnt viel einfacher das Vertrauen der Mitarbeiter.

3. Emotionale Intelligenz

Wissen und Vision machen gute Führung aus – aber auch emotionale Intelligenz. Im Kern ist emotionale Intelligenz die Fähigkeit, Gefühle bei sich und anderen zu erkennen und sie zu verstehen. Soll heißen: Ein emotional intelligenter Chef merkt, wenn Du als Mitarbeiter Sorgen hast, bietet Dir ein Gespräch und Hilfe an und setzt nicht noch mit Kritik einen drauf.

4. Empathie

Die kleine Schwester von emotionaler Intelligenz: Empathie. Empathie im Führungsverhalten heißt, die Persönlichkeit jedes einzelnen Mitarbeiters zu erkennen und angemessen zu reagieren. Durch das Einnehmen anderer Perspektiven ist man in der Lage Sachverhalte so darzustellen, dass sie Mitarbeiter oder Kollegen verstehen. Das beinhaltet vor allem auch die Fähigkeit, gut zuhören zu können.

5. Offenheit

Erkennen, reflektieren, Schlüsse ziehen, anpassen, den nächsten konkreten Schritt setzen – natürlich in Gruppen aus unterschiedlichen Fachbereichen und Hierarchieebenen, das wird  immer wichtiger. Zudem ist Offenheit die Grundlage dafür, dass Deinem Chef die Sympathien nur so zufliegen.