Auf einem weißen Schreibtisch liegen Magazine. Frauenhände mit roten Fingernägeln schweben über die Tastatur.

Was Dein Schreibtisch über Dich verrät

Ein Schreibtisch ist mehr als eine Platte mit vier Beinen. Er ist das verortete Aufmerksamkeitszentrum eines jeden Büros, Körper-Parkplatz und persönliches Schneckenhaus in der Kommandozentrale. Aber vor allem ist er Projektionsfläche Deines Lebens. Charakter, Vorlieben und Arbeitseinstellung: Finde heraus, was Dein Tisch über Dich verrät.

Der Minimalist

Der Minimalist hat einen ausgeprägten Hang zum Entsorgen. Als Zugehöriger der Digital Natives scheißt er auf Ausgedrucktes. Laptop genügt, dazu Kaffeebecher und auf einer Marmorplatte parkt die Computermaus – that’s all. Was auf den ersten Blick mitunter etwas lieblos wirken mag, ist in Wahrheit bis ins kleinste Detail durchdacht. Dieser Typ eilt dem Trend voraus. Standard ist nicht seine Welt. Darum würde er seinen Bürostuhl auch gern gegen den Eames Plastic Chair austauschen. Selbst wenn der Hintern heult: Hauptsache die Optik stimmt. Privat ist der Minimalist ähnlich konsequent. Sein Freundeskreis ist überschaubar, hoher Hipster-Anteil.

Der Verzettler

Fotos von rotzigen Nasen zieren seinen Schreibtisch. Hier sitzt ein konsequenter Familienmensch, der so viel um die Ohren hat, dass er vielevieleviele Merkhilfen braucht. Und darum lässt sich sein Monitor unter den tausend Post-its nur noch erahnen. Doch sein Chaos hat System: Der Verzettler druckt aus, locht, heftet ab und hat ein Diplom im Color-coding. Zwar ist er Master of Multitasking, dennoch verschwitzt er ab und an eine Deadline. Irgendwas ist ja immer. Karriere landet bei ihm sowieso nie auf dem Siegertreppchen. Bei den Kollegen ist der Verzettler überaus beliebt, zumindest tagsüber. Das Afterwork-Bierchen ist nämlich nie drin. Er macht pünktlich Feierabend, andernfalls verhungern die Kleinen.

Der Zen-Master

Namaste, probiers mal mit Gelassenheit: Auf diesem Schreibtisch stehen Teekanne, Bonsai und ein Abreißkalender mit Everyday-Wisdom. Beim Harken im Mini-Sandgarten hofft der Zen-Master auf den Musenkuss. Briefe, Kopien und wachsende To-Do-Listen ignoriert er rigoros. Das zeigt: Dieser Typ ist nicht wirklich für die Bürowelt gemacht. Mit Arbeitseifer hat er nichts am Hut, in Sachen Tagträumerei ist er höchst engagiert. Die Mittagspause nutzt der Zen-Master für meditative Ausmalerei – dafür jagt er einmal wöchentlich Mandalas durch den Drucker. Ins Office schleppt er sich sowieso nur wegen den netten Kollegen und weil die Kohle stimmt. Den nächsten Retreat auf Bali bucht er ganz bestimmt.

Die Ulknudel

Stimmung im Keller? Dann bitte einmal den Schreibtisch der Ulknudel inspizieren. Von Kaffeetassen mit albernen Sprüchen, Scherzartikeln, peinlichen Partyfotos über Büro-Utensilien in Knallfarben bis hin zum guten alten Pupskissen: Beim Betrachten dieses Arbeitsplatzes wandern die Mundwinkel automatisch wieder gen „Gut gelaunt“-Modus. Den Pubertätsstatus ist die Ulknudel nie so richtig losgeworden. Dieser Typ unterhält und will unterhalten werden. Seine Arbeit nimmt er genauso wenig ernst wie sich selbst. Die Kollegen sind treue Fans: Sein Humor ist schwarz, die Heiterkeit ansteckend. Per Polonaise leitet die Ulknudel stündlich die Raucherpausen ein.

Der Tech-Nerd

Dieser Typ steht für Masse statt Klasse – und heruntergelassene Jalousien. Router, Boxen, Kabelsalat und gleich mehre Monitore thronen auf, neben und unter seinem Schreibtisch. Nichts Ausgedrucktes weit und breit, immerhin ein vergilbtes Poster mit Chuck Norris-Spruch an der Wand. Der Tech-Nerd ist seit Anbeginn im IT-Ressort heimisch, die Bedeutung von „Fluktuation“ ist ihm absolut nicht geläufig. Er arbeitet im Stillen, ist strukturiert und effizient. Als Herrscher über Zugangscodes hat er die Admin-Supermacht. Die Namen der Kollegen kennt er nicht, dafür ihre IP-Adressen. Das Nerd-Reservat verlässt er nur, wenn der Pizza-Bote leckerste Kohlenhydrate abliefert. Die bezahlt er dann übrigens mit Bitcoin ab.

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