Ein Chef, 5 Typen

Den Big Boss kann man sich nicht wirklich aussuchen. Aber wer die Macken des eigenen Vorgesetzten kennt, der kann gewiss entspannter arbeiten. Von soft bis tyrannisch: Wir entlarven 5 Chef-Typen.

1. Der Schlurfi

Warum ausgerechnet er im Chefsessel sitzt, weiß dieser Typ selbst nicht. Muss wohl Zufall gewesen sein. Der Schlurfi hat keinen Plan, weil er selbst zu verplant ist – womit auch immer. Er liebt Harmonie, sehnt sich nach einem Kuschelklima. Verantwortungsübernahme ist diesem Typen ein Gräuel. Noch dazu ist es unmöglich, ihm eine klare Anweisung zu entlocken. Konflikten geht er konsequent aus dem Weg. Was der Schlurfi gut kann: Loben und „Danke“ sagen – und das ist bekanntlich auch viel wert.

2. Der Möchtegern-Buddy

Mit „Na, was geeeeht?“ schlendert der Möchtegern-Buddy morgens ins Office hinein. Zur Begrüßung gibts dann das High Five mit den Kollegen – ob sie wollen oder nicht. Unter seinem Anzug blitzt ein Shirt von Billabong hervor, weil er ja so casual, lässig und jung geblieben ist. Er lädt zur Afterwork-Sause und will alles über Euer Privatleben wissen. Mit dem Möchtegern-Buddy habt Ihr es eigentlich ganz gut erwischt: Er stellt sich nicht über andere und schätzt ehrlich Eure Meinung.

3. Der falsche Fünfziger

Die Neuen sind sein leichtestes Opfer. Sie fallen allesamt auf seine Masche herein. Erst mit der Zeit durchschauen die Kollegen den falschen Fünfziger – und mit ihm folgende Tricks: Das Duzen ist keinesfalls Ausdruck einer gewollten persönlichen Nähe. Seine Bürotür steht zwar offen und Gespräche sind möglich, sie führen jedoch zu keiner Änderung. Kleinste Versäumnisse checkt der falsche Fünfziger sofort und mit Konsequenzen droht er nur allzu gern. True fact: Wer ihn akzeptiert, hat seine Ruhe.

4. Der Freizeit-Napoleon

Er hält viel von sich und nichts von den anderen: Wenn es nach dem Freizeit-Napoleon geht, so ist er innerhalb – und selbstverständlich auch außerhalb – des Büros das einzig gottesgleiche Wesen. Klar, dass er seine Perfektion in Szene setzen muss, gern auch auf Kosten der Mitarbeiter. Von denen erwartet er absolute Treue. Unser Tipp: Haltet Euch kurz. Mehr als fünf Worte aus „niederen Mündern“ lässt der Freizeit-Napoleon nämlich nicht zu. Zu gern hört er sich selbst reden. Und Recht hat er sowieso. Darum: Amen.

5. Der Hyper-Vulkan

Unser Beileid. Denn dieses Exemplar hat den Weg direkt aus der Hölle ins Chefzimmer genommen. Der Hyper-Vulkan ist der Superlativ unter den unkalkulierbaren Mistkerlen. Seine Stirn ziert eine Zornesfalte. In seinen Ansagen schwingt ein aggressiver Unterton mit. Er versucht Rivalitäten zu schaffen und fährt dabei verschiedene Strategien, sodass Ihr Euch nie über seine Taktik sicher sein könnt. Hier hilft nur noch eines: Flucht nach vorn aka die Kündigung.