Ein junger Mann küsst ein Sparschwein.

5 Anzeichen, dass Du bereit bist für die Gehaltserhöhung

Du ackerst, schuftest und bescherst der Firma reihenweise neue Klienten – und trotzdem fließt der Wein bei Dir am Monatsende nur aus dem Pappkarton? Höchste Zeit für eine Gehaltserhöhung. Wir verraten 5 Anzeichen, dass Du bereit bist für den Moneten-Regen vom Chef.

1. Du warst jung und brauchtest das Geld.

Raus aus dem Studentenleben, rein ins „Big Business“: Doch gerade für Berufseinsteiger ist es nicht einfach, den eigenen Marktwert festzulegen. Dir schwant: Als es drauf ankam, hast Du Dich weit unter Wert verkauft. Denn nachdem Du Dich bei Freunden, Bekannten und Kollegen erkundigt hast, welches Gehalt für Deine Position angemessen wäre, wird Dir klar, dass da noch reichlich Luft nach oben ist. Dein derzeitiger Platz: unterstes Ende der Gehaltskette… Und nun?

Unser Tipp: Ab ins Haifischbecken und verhandeln. Versuchen macht ja bekanntlich klug.

2. Du bist alt und brauchst das Geld.

Dein erster Arbeitstag ist nun schon ein Weilchen her. Mittlerweile hast Du mehr, mehr und noch mehr Aufgaben übernommen, hast neue Fähigkeiten erworben, leistest bessere Arbeit, hast vielleicht sogar größere Verantwortung im Team bekommen. Nur Dein Gehalt wurde nie angepasst. Dabei könntest Du das Plus gerade gut gebrauchen: Der Abschied von Ikea-Möbeln ist längst überfällig, die Projekte „niedlicher Schreihals“ und „Nestbau“ wandern auf der To-Do-Liste stetig nach oben. Du denkst: Wenn sich Dein Können deutlich verbessert hat, sollte sich das doch auch in der Bezahlung widerspiegeln…?

Wir finden: Recht hast Du. Go ahead – aber bitte nur gut vorbereitet. Lege Dir plausible Argumente zurecht, die Deinen Gehaltswunsch rechtfertigen.

3. Statt „und“ heißt es bei dir „oder“.

Trotz Festanstellung bist Du leider weit von „the rich man’s world“ entfernt. Vermögensaufbau? Bei Dir wohl eher Mission Impossible. Nahezu täglich versuchst Du – vorzugsweise auf Deinem morgendlichen Radweg ins Büro – Einspar-Potenzial auszumachen. Und da ja bekanntlich Not erfinderisch macht, bist Du Meister kreativer Nebenbeschäftigungen. Du klaust die Versandhauskataloge Deiner Nachbarn – schließlich gibts einen Batzen Bares für gesammeltes Altpapier. Dein WG-Zimmer findet sich auf Airbnb – geht gut, solange der Chef nicht spitzkriegt, dass Du hin und wieder auf der Büro-Couch pennst. Und Du übernimmst die Kalkulation für den Kollegen XY nicht ohne Grund: Im Gegenzug vermacht er Dir seine Essensgutscheine, die Du an den Wochenenden einlöst. Dazu servierst Du Dir dann Wein aus dem Pappkarton. Hedonismus in homöopathischen Dosen – was für 1 life. (Nicht!)

Kleiner Hinweis für Deinen Boss: Studien beweisen, dass stetige Gehaltserhöhungen – selbst wenn sie nur gering sind – die Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber und dem Leben allgemein steigern [2].

4. Der Kollege verdient mehr als Du.

Tagaus, tagein geschuftet, immer brav alle Überstunden mitgenommen – und dann musst Du feststellen, dass der Kollege in gleicher Position viel mehr verdient als Du selbst? Für Dich unerklärlich. Und so wächst Dein Unmut…

Ein Hinweis, den Du Deinem Chef stecken solltest: Bitte nicht unterschätzen, wie sich Enttäuschung über eine zu schlechte Bezahlung auf die Arbeitsleistung auswirken kann. Mehr noch: Gibt es zu viele unzufriedene Mitarbeiter, kippt das Betriebsklima schnell [1]. Just saying.

5. Du flirtest fremd.

Zwar schlummert das Kündigungsschreiben schon seit Monaten in Deiner Schreibtischschublade, doch ernste Absichten, es Deinem Chef auf den Tisch zu knallen, hast Du nicht. Zwar ist da dieses andere Unternehmen, das Dich mit einem besser entlohnten Angebot umgarnt, doch Du machst jeder treuen Tomate echte Konkurrenz. Heißt: „In guten wie in schlechten Zeiten“ ist für Dich mehr als eine hohle Phrase. Der Jobwechsel kommt für Dich nicht in Frage, zu sehr liebst du Deine Tätigkeit, Dein Büro und natürlich das kollegiale Umfeld. Dein Job und Du, das ist „forever“. Einzig die Bezahlung trübt das vollkommene Liebesglück.

Unser Tipp: Wenn Du nicht unbedingt wechseln willst, solltest Du mit Deinem Arbeitgeber neu verhandeln. Besonders gute Karten hast Du übrigens, wenn Du der Chef-Liebling bist: US-Studien zufolge verdienen Büro-Lieblinge bis zu dreimal mehr als Mitarbeiter, die der Arbeitgeber nicht leiden kann [3].

Faires Gehalt, Boni deluxe oder eher Vorgesetzte, die sogar das Obst wegrationieren? Verrate uns jetzt, wie Dein Arbeitgeber so tickt – und sorge so für mehr Transparenz.

 Quellen: [1] [2 ebd.] [3]