5 Tipps für die ersten 100 Tage im neuen Job

5 Tipps für die ersten 100 Tage im neuen Job

Herzlichen Glückwunsch: Du hast im Vorstellungsgespräch überzeugt, dutzende Mitbewerber ausgestochen und eine Stelle in Deinem Wunschunternehmen gesichert. Wie Du die ersten 100 Tage im neuen Job gut über die Bühne bringst, erfährst Du in den 5 Tipps von Orizon.

Sobald die Tinte auf dem Arbeitsvertrag getrocknet ist, beginnt die Zeit der Unsicherheit für viele Arbeitnehmer aufs Neue. Wer die offiziellen und inoffiziellen Strukturen an seiner neuen Arbeitsstätte nicht kennt, hat es schwer. Der Start in den neuen Job wird dadurch oftmals zu einer echten Herausforderung. In Kooperation mit dem Personaldienstleister Orizon präsentiert euch kununu 5 Tipps, mit denen die ersten 100 Tage im neuen Job nicht zum Fehlstart werden:

1. Initiative zeigen – aber dosiert

Karriereberaterin Julia Eisenhut empfiehlt allen, die in einen neuen Job starten, einen möglichst guten ersten Eindruck zu hinterlassen – für den gibt es bekanntlich keine zweite Chance, gerade am ersten Arbeitstag. „Pünktlichkeit und Auftreten sind das A und O. Wer gleich am ersten Tag zu spät kommt oder durch eine zu gewagte Garderobe auffällt, macht sich nur unnötig das Leben schwer.“ Ansonsten sind Offenheit und Freundlichkeit, aber auch Zurückhaltung gefragt. „Motivation bei der Arbeit sollte selbstverständlich sein. Doch kaum jemand erwartet von einem neuen Mitarbeiter, gleich am ersten Tag alle Register seines Könnens zu ziehen. Im Gegenteil: Aktionismus und übertriebener Veränderungswille – so gut sie auch gemeint sein mögen – werden bei ‚Frischlingen‘ eher als störend empfunden.“ Das heißt nicht, dass Eigeninitiative tabu wäre. Der neue Mitarbeiter trägt selbst die Verantwortung für das Gelingen seines Starts. Besser geht man aber mit Köpfchen und Fingerspitzengefühl vor, anstatt den Besserwisser zu spielen. Verbesserungsvorschläge sind selbstverständlich herzlich willkommen – sie sollten aber so vorgetragen werden, dass erfahrenere Kollegen sich dadurch nicht düpiert fühlen müssen.

2. Rechtzeitig die Spielregeln lernen

Ratsam ist, sich als Neuling erst einmal behutsam mit Kollegen, Arbeitsabläufen und internen Unternehmensspielregeln vertraut zu machen. Versuche bereits am ersten Arbeitstag wichtige Dinge zu klären: Wann ist Arbeitsbeginn? Wird in der Abteilung geduzt oder gesiezt? Wie lange dauert die Mittagspause? Ist es in Ordnung, wenn ich pünktlich nach Hause gehe oder erwarten die Kollegen von mir, dass ich unaufgefordert Überstunden mache? Grundsätzlich sollten Neue vor allem eines tun: fragen, fragen, fragen. Gibt es regelmäßige Meetings? Brauchen Sie bestimmte Zugangsberechtigungen?

Versäumt man es, sich zu Beginn seiner neuen Tätigkeit nach gängigen Arbeitsabläufen und Sitten zu erkundigen, gibt es später vielleicht Defizite. Das kann peinlich werden: Wer erst nach einem Jahr verschämt nachfragt, wo denn eigentlich der Schrank mit den Büromaterialien steht, erntet bei den Kollegen völlig zu Recht Stirnrunzeln. „Bei Unsicherheiten einen Kollegen anzusprechen, ist völlig in Ordnung“, so Eisenhut. „Es schadet nicht, schon im Vorfeld nach einer Lösung für mögliche Probleme zu suchen. Viele Unternehmen halten beispielsweise im Intranet spezielle Informationsmaterialien bereit, die Neulingen die ersten Schritte erleichtern. Wenn es dieses Angebot gibt, sollte man es wahrnehmen. So signalisiert der Mitarbeiter, dass er rasch lernen möchte.“

3. Die lieben Kollegen

Ein neuer Job sollte nicht nur fachlich Freude bereiten – im Idealfall stimmt auch die Chemie mit den neuen Kollegen. Netzwerken kann sinnvoll sein, um ungeschriebene Spielregeln des Unternehmens kennenzulernen. So findet man heraus, an wen man sich wenden kann, falls Fragen auftauchen. Je früher neue Kontakte geknüpft werden, desto besser. Karriereberaterin Julia Eisenhut weiß: „Netzwerken ist gut und wichtig. Dabei gilt es, bestimmte Regeln zu beachten. Niemand hat etwas dagegen, wenn es auch mal zu einem privaten Schwätzchen am Arbeitsplatz kommt. Doch bevor man sein Gegenüber nicht ganz genau kennt, sollte das Gespräch nicht über den üblichen Smalltalk hinausgehen. Politik, Religion sowie der neueste Klatsch aus dem Büroflur sind tabu.“

Neulinge sollten bedenken, dass ihnen womöglich nicht jeder im Unternehmen wohlgesonnen ist. „Schon so mancher Mitarbeiter hat versucht, neu eingestellten Kollegen am Zeug zu flicken – vielleicht, weil er selbst auf deren Position spekuliert hat oder seine Stellung im Unternehmen gefährdet sieht. Eine gute Strategie bei Konflikten ist, offen und unvoreingenommen das Gespräch zu suchen. So lassen sich Missverständnisse und Eifersüchteleien oft im Keim ersticken.“

4. „Und, wie war ich?“

Aller Anfang ist schwer. Deshalb kann es Neueinsteigern niemand übelnehmen, wenn nicht alle Arbeitsprozesse auf Anhieb funktionieren. Wichtig ist, sich von Beginn an aktiv darum zu bemühen, die Aufgaben selbständig zu erledigen.

Das funktioniert am besten, indem man konkrete Feedbacks einholt. Damit ist nicht unbedingt das Mitarbeitergespräch beim Chef gemeint. Kollegen können zunächst wertvolle Hinweise darauf liefern, ob man sich zu der gewünschten Verstärkung entwickelt hat. Wenn das Feedback vom Chef aber dauerhaft ausbleibt, kann man es einfordern. „Als Faustregel gilt, dass Neulinge spätestens nach der Hälfte der Einarbeitungszeit nachfragen sollten, was an ihrer Arbeit gut funktioniert und was verbesserungswürdig ist“, erklärt Eisenhut. „Umgekehrt bietet ein solches Feedbackgespräch natürlich die Möglichkeit, die eigenen Erwartungen an den neuen Job kritisch zu hinterfragen. Konstruktive Kritik kann ebenfalls beim Vorgesetzten angebracht werden.“

5. Am Ball bleiben.

Mit dem zukünftigen Vorgesetzten die gleiche Sprache zu sprechen, ist nicht immer leicht. Gelingt es in der Gehaltsverhandlung nicht, den Chef zu überzeugen, rät Thomas Marquardt von Orizon zu einer Zwischenlösung: „Bewerber können ein Datum aushandeln, zu dem die Konditionen erneut besprochen werden.“ Das kann zum Ende der Probezeit sein, nach Fertigstellung eines Projekts oder wenn bestimmte Verkaufszahlen erreicht wurden.

Über die Tippgeberin Julia Eisenhut

Julia Eisenhut ist Senior Personalberaterin bei Orizon (ehemals Jobs in time). Seit dem Abschluss ihres Master-Studiums „Europäisches Management“ vor 6 Jahren, ist sie fester Bestandteil des Unternehmens.

Orizon – Ihr Partner in der Personalberatung

Orizon ist eines von Deutschlands zehn größten Personaldienstleistungsunternehmen. Unser Ziel ist es, Menschen und Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt zu verbinden. Dafür bieten wir Kunden, Bewerbern und Mitarbeitern gleichermaßen individuelle Beratung und Betreuung in allen Fragen rund um die Themen Personalmanagement und Karriereplanung.

 

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